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Die Neue Bahn !!

Noch etwas nackt aber sie macht richtig Laune und ist etwas anspruchsvoller als die alte Bahn. Stand Ende 2006.

Bevor wir mit dem Baubericht beginnen erstmal Impressionen der alten Bahn wie sie bis 2005 im Betrieb war.

StreckeGesamt1

Hier seht Ihr unsere alte, ca. 22 Meter lange Holzbahn in Hansis Keller. Wir fuhren hier mit 120mm Spurabstand und 150mm Randstreifen auf einer Fläche von 5,7 x 3,9 Metern.

Schöne Bahn, aber Hansi wollte nach vielen Jahren mal was neues haben. Ausserdem sollte die Bahn endlich einen Unterbau bekommen.

Der Baubericht der neuen Bahn !

Der favorisierte Entwurf.

und der endgültige Entwurf.

Die alte Bahn musste natürlich erstmal abgebaut werden.

- und die alte Raucherhölle (inzwischen nahzu rauchfrei) wurde neu gestrichen.

Die Materialien für den Unterbau kamen als erste in den neu renovierten Keller.

Hier seht Ihr Hansis Planskizze plus Denkbeschleuniger in Form eines Kaltgetränks.

 

Und jetzt beginnt es Ernst zu werden !!

Hansi wollte möglichst alle Bahnteile der alten Bahn wieder verwenden. Das ist ihm hervorragend gelungen. Nur 1 - 2 kleinere Teile mußten ergänzt werden.

Hier wird das Herzstück angepasst, die Lichtschranke für die Zeitmessung.

Das Einkleben der neuen nicht-magnetischen Litze war zuerst von der Wahl des richtigen Klebstoffes bestimmt.

Besonders wichtig war Hansi erstmal Ordnung in das Fahrerlager zu bekommen, deswegen kam er auf die Idee eine erhöhte Sitzbank für mindestens 5 Fahrer zu konstruieren.

Schick, schick und nochmal schick !!

Jeder Fahrer hat seine eigene Anschlußbox für den Regler und was viel wichtiger ist - einen Flaschenhalter !! -- PROST !

Im Unterbau sollte die ganze Elektronik verschwinden, hier eine Skizze von Hansi.

Schaut ja schon schön aufgeräumt aus !! Die größeren Fächer rechts und links des Monitors sind für die Autokisten der Gäste.

Die Netzteile und die Stecker mit denen den Fahrern die Bahnen zugeteilt werden. So kann jeder Fahrer von seinem festen Platz aus die Bahnen wechseln ohne immer 3 Stecker zu tauschen. Die Zahlen über den roten Kabeln zeigen die Nummern der Fahrerplätze. Die Zahlen über den Buchsen die Spur. Obwohl wir nur auf 4 Spuren fahren gibt es 5 feste und einen Ersatz-Fahrerplatz. Schnell und zuverlässig. Für die Elektronik war übrigens wie immer Roland verantwortlich.

Endlich Stauraum !

Der Schrauberplatz und die Vitrinen für Hansis Fahrzeuge.

Das Eröffnungsrennen Ostern 2006 mit Roland, Alex, Lutz, Hansi (nicht im Bild) und mir.

Die Slotkeller-Holzbahn wird landschaftlich ausgestaltet !!!

 

Die Zeit ist gekommen ………..

Ich werde versuchen, euch zukünftig Schritt für Schritt an der Bahnausgestaltung teilhaben lassen und den Landschafts- und Dioramenbau erläutern. Für das „Rundum-sorglos-Paket“ werden dann auch zu jedem einzelnen Projekt die Links zu Ideenquellen, Bezugquellen und sonstiges Know-How genannt. 

Wer sich den ursprünglichen Werdegang meiner neuen Holzbahn (wie Planung, Unterbau, Litzen kleben, etc. …) ansehen möchte, der findet dieses im Slotkeller-Menü unter „ Unsere Bahnen/Hansis Keller/die Strecke/die neue Bahn“. Auch hier war eine ausführliche textliche Begleitung vorgesehen. Das gesamte Textpaket ist allerdings einem Compi-Crash zum Opfer gefallen. Aber die Bilder sprechen dort bereits für sich. Bei offenen Fragen einfach mailen! ( info @ slotkeller . de )

 

So – jetzt geht´s los:

 

Der Anfang:

1[1].) Holzbahn nackt

Tja – „wie fängt man so ein Projekt eigentlich an?

 

Zunächst sollte man sich darüber klar werden, welchem Vorbild die Bahnausschmückung in etwa nachempfunden werden soll. Nürburgring – mit viel Grün, Bäumen und klassischer Boxengasse? Targa Florio – kurvig mit Häusergässchen? Oder….oder…oder….? Echt schwer zu entscheiden …..hat bei mir mehr als 2 Jahre gedauert!!

Folgende Vorgaben mussten erfüllt werden:

 - Der reibungslose Rennablauf stand weiterhin absolut im Vordergrund.

 

  • - Die Strecke musste weiterhin ungehindert einsehbar bleiben und durfte nicht durch Bäume und Gebäude verdeckt werden.
  • - Abfliegende Slotcars sollten nicht die Landschaft zerstören und selber keinen Schaden nehmen.
  • - Sie sollten überall gut erreichbar und wieder problemlos und schnell einzusammeln sein.
  • - Der Aspekt der Bahnpflege und Wartung musste beachtet werden. Denn vor jedem Rennabend wird die gesamte Strecke gesaugt und anschließend mit Antistatiktüchern auch vom letzten Staubkorn befreit. Das geht natürlich nicht, wenn überall Bäume, Sträucher und große Gebäude stehen.
  •  Letztendlich habe ich mich für das Vorbild des californischen Riverside-Raceways aus den 50er, 60er und den frühen 70er Jahren entschieden. 

     

    Hier einige Impressionen aus dem Jahr 1967:

     

Vielen Dank an Bill Witcher (www.racelounge.com) für die freundliche Bereitstellung der Fotos.

2[1].) Bill Witcher 1
3[1].) Bill Witcher 2
4[1].) Bill Witcher 3
5[1].) Bill Witcher 4
6[1].) Bill Witcher 5
7[1].) Bill Witcher 6 8[1].) Bill Witcher 7

Das karge – ja fast wüstenähnliche Vorbild des Riverside-Raceways scheint ideal für eine Slotbahn, insbesondere, wenn sie – so wie unsere - nicht von allen Seiten zugänglich ist.

 

Da alle in unserer Slotkeller-Gemeinschaft absolute Can Am–Fans sind, passt auch das schon mal prima.

 

Ein besonderer Dank gilt zudem einigen Artikeln aus der deutschen Slotracing-Zeitschrift „Car-On-Line“ (COL), in denen die Bahnen des „Oliver Brandt“ vorgestellt wurden. Dieser hatte seine Bahnen in derart beeindruckender Art und Weise dem Riverside–Raceway nachempfunden, dass dieses maßgeblich zu meiner „Spaßfindung“ beitrug. (Quellen: COL Nr. 40, S. 50-52 / COL Nr. 54, S. 31-32 / COL Nr. 76, S. 38-39)

 

9[1].) Car-On-Line

Abfotografie aus der COL Nr. 76 mit freundlicher Genehmigung von Alexander Ehl (www.car-on-line.de)

 

Und “wo” fängt man so ein Projekt an?

 

Für mich lag der größte Reiz darin, mit dem Bereich zu beginnen, der auch während der Rennabende meistens im Focus liegt: Nämlich der Start/Ziel-Geraden mit der anliegenden Boxengasse!

Da zumeist bei der Bahnplanung wegen des eingeschränkten Platzangebotes ein Kompromiss zwischen Bahnlänge und Platz für Ausgestaltungen gefunden werden muss, fällt auch der Bereich der Boxengasse meist kleiner aus als vielleicht zunächst gewünscht. Hier gilt es daher in der Boxengasse nur Akzente zu setzen. Diese sollte möglichst übersichtlich gestaltet und nicht zu sehr zu überladen werden.

Die Startampel:

Im Fall der Slotkeller-Bahn behinderte zunächst die große Startampel auf der Lichtschranke den freien Blick und den ungehinderten Zugriff auf die Boxengasse (siehe Bild oben).

Daher wurde zuerst die Startampel platzsparend im Bereich Start/Ziel an einer Mauer verbaut.

 

10[1].) Startampel

Die Mauer ist aus der Presspappe einer alten Schrankrückwand (Sperrmüll/Baumarkt) gefertigt, die mit Mauerreliefs aus dem Eisenbahnmodellbau beklebt (Ovalit) wurde. Die 5mm-LED wurden durch die gebohrten Löcher gesteckt und die Platine von hinten mit 2K-Kleber fixiert. Als Rahmen diente eine 2,5 x 5 mm Holzleiste (Baumarkt), die matt weiß gestrichen und dann mit matt grau „gealtert“ wurde. Dazu tunkt man seinen Pinsel in die graue Farbe und streicht diesen dann auf einem Küchentuch so lange aus, bis der Pinsel fast wieder trocken ist. Dann wird dieser über die weißen Stellen gewischt, bis der gewünschte Alterungsgrad eingetreten ist. Mit rot/braun können dann nach Bedarf noch rostige Stellen und sog. „Rost-Läufer“ nachgestellt werden.

Die Startampel ist an dieser Stelle von allen Fahrern gut einzusehen und nimmt keinerlei Platz in Anspruch.

Die Technik der Startampel stammt natürlich wie immer von Roland. Sie wird mit einem Fernauslöser bedient.

Die Technik:

Die Startampel schaltet die roten LED einzeln von 1 auf insgesamt 5 LED hoch und wird dann per Zufallsgenerator irgendwann als Startsignal auf Grün geschaltet.

 

11[1].) Startampel
12[1].) Startampel
13[1].) Startampel

Die Bauteile und Schaltpläne für die Startampel findet ihr im Slotkeller Menu unter „Elektronik/Startampel/ Startampel Bauteile und Startampel Schaltplan“. Weitere Fragen zur Startampel beantwortet euch Roland. Die Adresse findet ihr bei den Ghairacern.

 

Der Fernauslöser:

Als Fernauslöser wurde ein ausrangierter Daumenregler genommen, der unserer legendären Reissdorf-Edition entstammt.

 

14[1].) Reissdorf Edition

Ich denke, so ein Fernauslöser sollte eigentlich an keiner Rennbahn fehlen!!!! Überragend für den verbissenen und hochprozentigen Start:

 

15[1].) Reissdorf Edition

Der Slotkeller Drücker aus der "Reissdorf-Kölsch-Edition" !!!

Erste Arbeiten an der Boxengasse:

Klar – es war von vornherein abzusehen, dass es eng wird in meiner Boxengasse. Allein die unverzichtbare Boxengassendurchfahrt würde so viel Platz in Anspruch nehmen, dass kaum Platz für die angestrebten 8 Slotcars – geschweige denn für jegliche andere Ausschmückung – bleiben würde.

 

a) Unlösbar [1].....

Praktisch unlösbar!

Aber während einer länger andauernden Auszeit auf meinem Slotkeller-Fahrerplatz und gleichzeitig erhöhter Zufuhr der überlebenswichtigen Vitamin-Bausteine B6 und B12 mit einer „Kaltschale“ aus der Reissdorf-Edition (eigentlich „DER“ Tipp zur Lösungsfindung allgemein) kam mir dann wieder die entscheidende Idee!!

 

b) [1]....trotzdem gelöst

Die Bahnverkleidung in der Boxengasse (auch Presspappe einer Schrankrückwand) wurde in Richtung rückseitigem Unterbau partiell aufgesägt. Daraus ergab sich die Möglichkeit, Boxengaragen unterhalb der dortigen Fahrbahn zu schaffen.

Hier haben jetzt mindestens 8 Slotcars Platz, ohne die Boxengasse platzmäßig zu überbeanspruchen. Super !!! 

 

18[1].) Boxengaragen

Die Wände um die Garageneinfahrten herum wurden matt weiß lackiert. Der Farbauftrag erfolgte übermäßig satt und wurde anschließend mit einem Pinsel gestupft. Das erzeugte auf einfache Art eine grobe putzähnliche Struktur. Die Wände werden dann später noch einem Alterungsprozess unterzogen.

Die angedeuteten Garagentore wurden aus Wellpappe (Schreibwarenhandel) gefertigt. Die Lackierung erfolgte in matt grau. Gebrauchsspuren erfolgen in bereits beschriebener Weise durch leichtes Überstreichen mit einem fast trockenen Pinsel in weiß/silber und rostrot.

 

19[1].) Boxengasse Einfahrt (2)

Jetzt konnte auch die Boxengassendurchfahrt geschaffen werden. Das Infield der Boxengasse liegt ca. 2 cm unterhalb der Fahrbahn. Dieses musste auch so bleiben, damit die Boxengaragen eine akzeptable Höhe behielten. Daher musste die Boxengasseneinfahrt vom Slottrack hinunter ins Boxengassen-Infield geführt werden.

 

20[1].) Boxengasse Einfahrt

Auch hier half wieder die relativ flexible Presspappe, die eine einfache Gestaltung der Abfahrt zuließ. Nach dem Ausschneiden eines passenden Stückes wurde dieses dann mit der Bahn verschraubt. Ein Verkleben reicht nicht, um die Presspappe in der gewünschten Form zu halten. Anschließend wird gespachtelt und lackiert. Zum Verspachteln habe ich mich im Autozubehörhandel bedient, da dieses Material ausreichend schnell aushärtet, prima zu schleifen ist und Lackierungen gut gelingen. Der Auftrag der matt grauen Farbe erfolgte mit einem Styropor-Roller – mehrere sehr dünne Schichten - gelingt immer !

 

Das gleiche Programm dann für die Ausfahrt der Boxengasse.

 

21[1].) Boxengasse Ausfahrt

Dann musste die Boxengassendurchfahrt zweifellos vom Umfeld der Boxengasse abgegrenzt und durch matt weiße Linien markiert werden. Derartige Linien gelingen erfahrungsgemäß dann perfekt, wenn mit speziellem „Masking–Tape“ (z.B. Tamiya Masking-Tape, 6mm, Art.-Nr. 87033) gearbeitet wird. Es verhindert das Unterlaufen der Farbe und ist sehr flexibel – wichtig für das Abkleben in Kurven.

Dazu wird ein Streifen Tapeband genau dort entlang verklebt, wo später die weiße Linie verlaufen soll. Links und rechts davon verklebe ich jetzt ebenfalls Streifen, sodass nach anschließendem Abziehen des mittleren Tapebandes ein freier Zwischenraum (bei mir 6mm) entsteht, den ich weiß überlackiere. Noch vor der endgültigen Austrocknung der Farbe werden dann die beiden äußeren Streifen entfernt – fertig !

 

22[1]. Masking Tape

Nun hat man in der Boxengasse schon eine sehr ansprechende Optik, die Lust auf mehr macht.

 

23[1].) Boxengasse nackt

Doch bevor es jetzt an die weitere landschaftliche Ausgestaltung in der Boxengasse geht – wie z.B. die künstliche Alterung des Fahrbahnbelages - werden zunächst ein paar „Wahrzeichen“ aus dem Riverside der 50er und 60er Jahre gebaut und vorgestellt. Diese können dann schon mal als Blickfang auf der Bahn platziert werden.

Also freut euch – es geht schon bald weiter !!!

 

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