Zurück zur Übersicht

Die Profi

Diesmal geht es um meine Carrera Profi! Ich weiß, die Profi ist für arme, die Autos sind Schei... der Spurabstand ist zu klein und es gibt nur zwei Kurvenradien und keine Randstreifen. Mag alles sein, aber trotzdem kann man hiermit eine Menge Spaß haben. Auch auf kleinem Raum.

Die Autos wollen wir gar nicht erwähnen, da ich nie welche hatte, (Zum Glück!) und an den zwei Kurvenradien kann ich auch nichts ändern. Und hätte ich ne Exclusiv genommen, hätte ich aus Platzgründen auch nur Kurve 1 und 2 verwenden können. Die Sache mit dem Spurabstand ist relativ. (SCX, Scalextric und Artin/Racy haben auch nicht mehr!) Allerdings hat die Profi einen schmalen integrierten Randstreifen. Der ist als Randstreifen zwar zu schmal, bringt aber einen Riesenvorteil bei 4-spurigem Aufbau. Durch den Randstreifen entsteht nämlich zwischen den Spuren 2 und 3 ein 11cm Spurabstand! Das ist mehr als auf der Exclusiv. Aha...so läuft das also. Jetzt kann man doch tatsächlich auf den mittleren Spuren mit 1:24’er Autos fahren und das sogar sehr gut. Die Spuren 1 und 4 bleiben dabei leer und dienen so als “ordentliche” Randstreifen. Um das ganze optisch ansprechender zu machen hat Hansi (Die Profi war damals sein Wiedereinstieg ins Hobby) die mittleren rot-weißen Streifen zuerst schwarz lackiert und dann mit weißen Fahrbahn-Trennstreifen versehen. Echte Fleißarbeit bei über 23 Meter Schienen!

Wer dann mit 4 Fahrzeugen fahren will muss auf 1:32’er zurückgreifen. Da fehlen dann aber die Randstreifen auf den Außenspuren. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man versucht sein Glück auf den Börsen, Universal-Kurve 1 Randstreifen passen auf die Profi, oder man macht sich selber welche. Dazu nimmt man ein Buchensperrholz, schneidet es entsprechen zurecht und pinselt es schwarz an.

Das ganze haben wir dann mit Stücken eines 8x8 mm L-Profils an die Schiene geklammert. Am Außenrand wurden die Randstreifen auch noch mal verbunden, damit es keine Höhenunterschiede gibt. Da die Oberfläche des Holzes etwas rau ist und die Farbe nur dünn aufgetragen wurde haben die Randstreifen auch genug Gripp.

Bleibt nur noch etwas über das Verbinden der Schienen zu sagen. Um das in Fahrtrichtung zu erledigen benutzten wir die Originalverbinder, steckten diese allerdings von hinten (unten) rein, damit man sie von Außen nicht sehen kann. Bei 4-spurigen Bahnen müssen die Schienen aber auch seitlich verbunden werden. Dazu verwenden wir Glieder einer kleinen Kette, vom Abwickelstand im Baumarkt. Diese werden soweit geöffnet, dass sie so gerade über die beiden Schienenkanten passen. Allerdings ist das nur machbar, wenn die Bahn auf einem Teppich liegt. (Ist eh sinnvoll, weil leiser und ebener.) Ansonsten fallen die Schienen nach außen ab, was beim Fahren kaum stört, aber doof aussieht.

So jetzt zu meiner Strecke, die auch öfters als “Teststrecke” erwähnt wird. Wie gesagt, Carrera Profi 4 Spuren 21.50 bis 23.50. Aus Platzgründen konnte ich keine gleichlangen Spuren bauen. Da ich hier allerdings eh nur alleine fahre (Mehr Leute passen nicht wirklich auf den Speicher) macht mir das nichts aus.

Die Kurve die man im linken Bild unten hinter dem “Grünzeug” sieht, ist recht tricky zu fahren, da man den Beschleunigungspunkt nicht sehen. Das war auch ein Tribut an den geringen Platz. Die Bahn belegt so 4,7 Meter in der Länge und 2,95 in der Breite. Das macht mal mit ner anderen Bahn nach.

So sieht das Ganze im Slotman aus:

Die beiden pinken Kurven sind selbst gebaute 15 Grad Stücke. Wie das geht steht unter Tipps und Tricks / Schienen.

So und Heute am 11.11.2001 darf ich dann verkünden, das meine Profi nun abgebaut ist, da wir (Meine Frau Alex und ich) uns ein Haus gekauft haben. Da mein Keller, der übrigens SKII (Slotkeller 2) heißen wird, 28 Quadratmeter hat, werde ich bald stolzer Besitzer einer Holzbahn sein!! Jippi ja jehh...

Roland.

Zurück zur Übersicht