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ESC-Duo

Leider ist der Ignitron ESC-DUO nicht mehr erhältlich! Schade!

Dank unseres Händlers Slot 32 in Euskirchen ( www.slot32.de ) hatte ich die Möglichkeit ein Ignitron ESC Duo zu testen. Also musste ich erst mal ein paar Adapter bauen, damit ich den Regler überhaupt an unser Bahn anschließen konnte.

 

Dann ging es erst mal auf meine Carrera Profi. Nach dem Warmfahren legte ich mit einem Proslot GT3 Porsche los. 13 Volt geglättete Spannung und ein MRRC 45 Ohm Daumenregler. Zeit : 7,0 bis 6,9 Sekunden sehr konstant. Jetzt war der ESC Duo an der Reihe. Erster Eindruck: Trotz maximaler Bremse weniger Wirkung als mit dem mechanischen Regler und zu starke Beschleunigung aus den Kurven. Die Rundenzeiten lagen bei 7,2 Sekunden. Um die Beschleunigung zu reduzieren habe ich das „Adjust“ Poti so eingestellt, dass der Wagen später anfährt. Mit dieser Einstellung  kam der Wagen dann auch besser um die Kurven. Die Einstellung hab ich dann langsam in beide Richtungen verstellt, sodaß ich auch auf die 7,0 Sekunden kam. Als nächstes war ein Proslot GT2 Porsche mit EVO 2 Motor an der Reihe. Hier war das Ergebnis ähnlich wie beim GT 3. Die besten Zeiten wurden mit der selben Einstellung wie beim GT 3 gefahren. Auch hier waren mit etwas Übung die gleichen Zeiten  wie beim MRRC Drücker möglich. Jetzt musste ein Ninco CLK auf die Piste. Der benötigte eine neue Einstellung um gute Zeiten zu fahren.

Nach diesen Fahrzeugen fragte ich mich warum nen elektronischen Regler fahren, wenn die Mechanischen auch nicht langsamer sind? Also musste mal was auf die Bahn das nicht so schmerzfrei zu fahren ist. Hier entschied ich mich für eine Fly Panoz Roadster mit NC2 Motor. Der wedelt wie ein Entenarsch und ist wahrlich keine Freude beim Fahren. Jetzt zeigte sich zum ersten mal der Vorteil des ESC DUO. Nach dem reduzieren der Beschleunigung und der Bremswirkung war der Panoz ein ganz anderes Auto! Er schaffte es tatsächlich eine 7,3 statt der sonst üblichen 7,6-7,7 zu fahren und das auch kontinuierlich. Es geht also doch!  

Als nächstes steht der Test mit beiden Spuren an. Hier kann der Regler wohl nur an einem stabilisierten Netzteil gut funktionieren, da er nur über eine Einspeisung verfügt! Bei der Gelegenheit sollte man auch mal erwähnen, dass die Bananenbuchsen am ESC DUO nicht gut sind. (Schlechter Halt, schlechte Verbindung!) Da hätte man auch was ordentliches einsetzen können. Man kann die Buchsen auch nur mir Garantieverlust tauschen! Die bis jetzt getesteten Fahrzeuge sind natürlich gut mit 45 Ohm zu fahren, (besser wären 35 Ohm) da hinkt der Vergleich etwas! Der Hersteller wirbt ja mit der Möglichkeit mit jedem Regler zwischen 25 und 120 Ohm jedes Fahrzeug, welches den Maximalstrom des ESC’s nicht überschreitet, fahrbar zu machen. Da ist dann wohl ein Plafit Mini mit Cheeta Motor und zwei Flexi’s mit 16D und Super 16D auch gemeint!

Dafür musste dann unsere Holzbahn herhalten, da Flexi’s auf der Profi ein Problem mit den engen Kurven haben. Diese Fahrzeuge werden normal auch mit anderen Drückern gefahren. (Cheeta 12 Ohm, 16D 7,5 Ohm, Super 16D höchsten 5 Ohm.) Mal sehen was der ESC Duo dazu sagt. Nachdem die Holzbahn gewienert war ging es dann los: Zum Zeitvergleich musste der Proslot GT3 einige Runden hinlegen. Diese Autos sind die schnellsten 1:32 die wir haben und fahren im Schnitt 5,2 – 5,3 Sekunden. Dann das Plafit Mini mit Cheeta. Mit 45 Ohm war nur ein unregelmäßige 5,2 möglich. Bei 12 Ohm kam dann die erwartete 4,9. Mit dem ESC DUO war es sehr schwer eine brauchbare Einstellung zu finden, da die Beschleunigung zu heftig war. Stellte ich den Regler etwas „später“ war zwar die Beschleunigung besser zu kontrollieren, aber die langsame Schlengelbergabpassage unfahrbar, da beim Gaswegnehnem das Heck ausbrach. Ein öffnen der Bremse führte zur Besserung, obwohl man nun die engen Kurven früher anbremsen musste! Alles in Allem war die Rundenzeit zwar wieder ähnlich, aber die Einstellzeit doch recht lange.

. Jetzt musste das erste Flexi Car her. Ein Flexi 2 mit 16 D Motor. Beim Probefahren mit 12 Ohm (weniger haben wir nicht ) sah das ganze sehr bitter aus. Zu wenig Grip und zu unrund. Auch der ESC DUO konnte daran nichts ändern. Im Wissen das mein zweiter Flexi mit Super 16D Motor besser fährt war der nun an der Reihe. Den Test mit 45 Ohm habe ich dem MRRC Regler erspart, da er sonst nach 5 Minuten brennt! Da unsere Bahn für solch heiße Geräte eigentlich zu kurz ist, habe ich die Spannung von 13 auf 10 Volt gesenkt. Zum Fahren kam der MRRC Regler an den ESC DUO. Dann ging es los. Nach zwei Runden war Anschnallpflicht! Das Amperemeter zeigte bis zu 8 Ampere beim Beschleunigen und der Rundenzähler fing an zu dampfen. Aus alter Erinnerung wusste ich noch eine 4,6 als absolutes Highlight. Doch das sollte sich jetzt ändern. Nach ca. 10 Runden kam langsam der Grip und damit das Gefühl der Sicherheit. Mit der Sicherheit war dann auch die Zeit kontinuierlich unter 5 Sekunden. Noch ein wenig geschraubt am ESC DUO und der Asphalt brannte. Nach mehreren 4,5ern kam dann endlich die 4,4. Unglaublich! Mit wenigen Runden kam dann eine 4,4267 zustande. Also Test mit „heißen“ Motoren bestanden.

 

Fazit: Für den normalen 1:32 Fahrer mit Serienmotoren ist der ESC DUO nicht nötig. Auch bei Carrera 1:24 oder ähnlichen mit Bühler oder Racegold Tuning Motoren bringt der Regler kaum Vorteile. Wer allerdings gelegentlich mal was heißes auspackt kann durchaus überlegen statt neuen Drücker ein ESC anzuschaffen. Der ist zwar etwas teurer, aber flexibler! Wir jedoch werden bei unseren MRRC Reglern (trotz einiger Schwächen) bleiben. Demnächst werden wir wohl endlich ein Netzteil nach unseren Vorstellungen bauen. Das erscheint uns sinnvoller als ein elektronischer Regler.  

Zum Schluß noch ein Größenvergleich der Motoren: Links Proslot EVO 3. rechts (Super) 16D !

Roland.

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