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Vorbereiten eines 1:32 Slotcars

05/30/2000 Erste Maßnahmen zum Fahrspaß
05/30/2000 Problem eines Slotcars aus der Dose
05/30/2000 Der Magnet wird demontiert
05/30/2000 Bleigewichte werden eingesetzt
05/30/2000 Die Räder werden geschliffen
05/30/2000 Der Reifengrip wird verbessert
05/30/2000 Die Bahn wird gesäubert
05/30/2000 Weitere Maßnahmen für noch mehr Fahrspaß
05/30/2000 Karosserie-/Chassisbefestigung "Flexi"-bel gestalten
05/30/2000 Spurabstand vergrößern
05/30/2000 Karosserie tieferlegen
05/30/2000 Leitkiel bearbeiten

05/30/2000 Zum Abschluß

 

 

 

Erste Maßnahmen zum Fahrspaß:

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Problem eines Slotcars aus der Dose:

Der meist serienmäßig montierte Magnet läßt ein kontrolliertes Driften kaum zu. Es werden zwar hohe Kurvengeschwindigkeiten erreicht, wobei es jedoch nur einen schmalen Grenzbereich gibt. Reißt die Magnethaftung ab, fliegt der Slotcar mit hoher Geschwindigkeit von der Strecke. Das Ergebnis ist ein Slotcar, der binnen kürzester Zeit zertrümmert sein wird.

Ein weiteres Problem stellen die oft unrunden Räder dar. Unrunde Hinterrräder verursachen ein "Hoppeln" des Slotcars, der Grip ist schlechter und das Auto lauter. Unrunde Vorderräder können den Slotcar aus dem Slot hebeln.

Kurz: Ein Slotcar aus der Dose macht keinen Spaß !!

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Der Magnet wird demontiert:

Da der Magnet jetzt das Fahrzeug nicht mehr an die Schienen zieht, besteht nur noch ein sehr geringer Auflagedruck. Das Fahrzeug kann die Leistung kaum noch auf die Strecke bringen und neigt zum starken Driften. Abhilfe schafft hier das Ein- oder Unterkleben von Bleigewichten.

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Bleigewichte werden eingesetzt:

Je nach Platzierung der Gewichte, verändert sich das Fahrverhalten. Eine Platzierung im vorderen Bereich läßt weiterhin ein starkes Driften zu. Eine Platzierung im hinteren Bereich schafft ein neutraleres Fahrverhalten und etwas schnellere Rundenzeiten. Dieses bleibt aber reine Geschmacksache. Diese Blei-Klebegewichte sind zum Beispiel beim Reifenhändler (werden zum Auswuchten von Alu-Felgen verwendet) in 2,5 / 5 Gramm und 5/10 Gramm Einheiten erhältlich. Besser noch sind Walzblei-Platten, wie sie Dachdecker verwenden. Diese sind zum Beispiel im Baumarkt erhältlich und lassen sich mit doppelseitigem Klebeband leicht aufkleben. Der Vorteil dieser Platten ist, dass sie sehr leicht mit der Schere zu schneiden sind und durch großflächiges Auskleben der Bodengruppe der Schwerpunkt erheblich tiefergelegt werden kann. Dadurch kann die "Kippneigung" mancher Slotcars erheblich gemindert werden. Diese Bleiplatten sind so dünn, dass sie bei einigen Slotcars sogar unter der Boden-gruppe platziert werden können, ohne das diese aufsetzen.

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Die Räder werden geschliffen:

Da nicht jeder am Anfang seines Slot-Hobbies eine Reifenschleifmaschine hat, muss man sich halt anders helfen. Dazu setzt man den Slotcar in verkehrter Fahrrichtung auf die Strecke und unterlegt die Hinterachse mit Schleifpapier. Jetzt nur noch die Hinterachse leicht anheben, auf den Regler drücken und mit sanftem Druck die Räder auf das Schreifpapier drücken. Aufpassen, dass der Motor nicht überhitzt. Die Vorderräder werden geschliffen, indem sie auf der Hinterachse montiert werden.

Der Sitz der Hinterräder sollte nach dem Schleifen nicht mehr verändert werden, da ein unrundes Rad auch oft auf eine krumme Achse zurückzuführen ist. Ein Verdrehen des Hinterrades könnte dann wieder zu einer Unwucht führen. Also erst die Vorderräder, dann die Hinterräder schleifen.

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Der Reifengrip wird verbessert:

Mit einem Tropfen Öl, den man in den Reifen einmassiert, kann der Grip der Reifen erhöht werden. Spezielle Reifenhaftmittel sind im Handel erhältlich, aber auf der Heimbahn nicht unbedingt nötig.

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Die Bahn wird gesäubert:

Die Schienen müssen sauber und staubfrei sein. Verdreckte Reifen lassen ein kontrolliertes Fahren nicht zu.

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Weitere Maßnahmen für noch mehr Fahrspaß:

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Karosserie-/Chassisbefestigung "Flexi"-bel gestalten:

Ein festes Verschrauben der Karosserie mit der Bodengruppe führt oft zu Verspannungen im Fahrzeug. Die Folgen :

Eine vorher leichtgängige Achse läuft schwerer, das Fahrzeug verliert an Leistung und der Motor läuft heiß, das zuvor optimale Spiel von Achs und Motorritzel verändert sich, das Fahrzeug läuft lauter und die Leistung wird gemindert. Die Resonanzen des Fahrwerks werden ungefiltert an den Aufbau weiter gegeben, das Fahrzeug neigt insbesondere beim Anfahren oder Beschleunigen zum Rattern. Dieser Effekt ist umso stärker, je unrunder die Hinterachse ist.

Die Lösung zeigen uns zum Beispiel die High-Speed "Flexi-Cars". Hier ist die Verbindung zwischen Cassis und Aufbau beweglich ausgeführt. Bei unseren 1:32 Slotcars kann ein Lösen der Karosseriebefestigungsschrauben (um ca. 1 Umdrehung) wirklich Wunder wirken. Zuvor sollten die Schraubenbohrungen in der Bodengruppe auf ca. 3mm vergrößert werden, damit ein Spiel zwischen Karoserie und Bodengruppe möglich ist. Dies erreicht man am einfachsten mit einem Kreuzschraubendreher entsprechender Größe. Sitzt die Bodengruppe zu stramm in der Karosserie, muß an der Bodengruppe rundherum soviel abgefeilt oder abgeschnitten werden, bis diese sich frei im Häuschen bewegen läßt. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der flexible Bereich nur so weit gewählt wird, daß die Räder nicht die Radhäuser berühren. Diese müssen gegeben falls ausgefeilt werden.

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Spurabstand vergrößern:

Dieses führt in der Regel zu einem gutmütigerem Fahrverhalten. Eine eventuell vorhandene Kippneigung wird gemindert. Bei Slotcars mit Inliner-Antrieb (längs eingebauter Motor) und Kronzahnrad auf der Hinterachse werden die Räder einfach auf der Achse etwas nach außen verschoben. Die Zentrierung des Achszahnrades wird in der Regel von der Motorwelle übernommen. Ist dieses nicht der Fall (meist bei 1:24-Modellen), muß eine Zentrierung mit Achsdistanzen erfolgen. Bei Slotcars mit Anglewinder-Antrieb (schräg eingebauter Motor) oder Sidewinder-Antrieb (quer eingebauter Motor) und Spurzahnrad auf der Hinterachse muß mit Achsdistanzen gearbeitet werden, um das Spurzahnrad am Motorritzel zu halten. Bei der verbreiterung der Vorderradspur wie zuvor beschrieben, die Räder auf der Achse nach außen verschieben und die Achse mit Achsdistanzen zentrieren. Eventuell müssen die Radhäuser etwas ausgeschliffen werden, um hier einen Kontakt mit den Reifen zu vermeiden.

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Karosserie tieferlegen:

Dieses bewirkt ein Tieferlegen des Schwerpunktes und die daraus resultierenden, bereits genannten Vorteile. Der Schwierigkeitsgrad ist vom jeweiligen Fahrzeugtyp abhängig. Ist genug Luft zwischen Rad und Radhaus und ragt die Bodengruppe nirgends über die Karosserieaußenkanten hinaus, kann schon ein einfaches Abfeilen der Karosseriebefestigungsstifte den gewünschten Erfolg bringen. Es sollte vorher darauf geachtet werden, daß der Leitkiel gängig bleibt, genug Platz zwischen Fahrereinsatz und Bodengruppe ist und der Motor nicht an die Karosserie stößt.

Sollte die Bodengruppe unter der Karosserie hervorstehen, hilft nur noch ein Verkleinern der Bodengruppenaußenmaße (durch Abfeilen oder mit Cuttermesser) oder ein Abfeilen der entsprechenden Karosseriebereiche.

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Leitkiel bearbeiten:

Bei einigen Slotcars ist der Schwenkbereich des Leitkiels sehr beschränkt ausgelegt. Ab einem bestimmten Driftwinkel schlägt der Leitkiel an die Bodengruppe und das Fahrzeug kippt aus dem Slot. Hier schafft ein Ausfeilen der Bodengruppe im Leitkielbereich Abhilfe.

Bei unrunden Vorderrädern, starren Stromabnehmerbürsten (nachfolgend Litzen genannt) und insbesondere bei unebener Fahrbahn kann es sein, daß das Fahrzeug aus dem Slot springt. Hier kann ein Verlängern des Leitkiel von Vorteil sein. Ein Verlängern sollte natürlich im gleichen Verhältnis zur Slottiefe der Fahrbahn (besser minus 1 mm) erfolgen, damit der Leitkiel nicht am Slotboden der Fahrbahn aufsetzt oder bei Übergängen hakt. Ein Verlängern wird erzielt, indem man z.B. mit einer Rohrzange (wegen der besseren Hebelwirkung ggü. einer Flachzange) den Leitkiel erfasst und diesen presst. Dadurch wird der Leitkiel zwar etwas dünner, aber auch länger. Es könnten hier Bedenken bzgl. der Haltbarkeit des dünneren Leitkiels aufkommen. Aus unserer Sicht unbegründet, denn uns ist bei einem derart präparierten Fahrzeug der Leitkiel noch nie abgebrochen.

Es muß jedoch bedacht werden, daß ein Fahrzeug, dessen Leitkiel auf eine Holz- oder 124/Exclusiv-Bahn abgestimmt wurde, auf einer Ninco, SCX oder Scarlextric-Bahn (auf Grund deren geringerer Slottiefe) nicht fährt.

Sehr starre Litzen lassen ein planes Aufliegen des Leitkiels auf den Stromleitern der Fahrbahn nicht zu. Dieses führt zu einem schlechten Kontakt und Stromfluss. Aussetzer sind die Folge. Im Extremfall ist sogar ein Herausspringen des Fahrzeugs möglich, da die starren Litzen ein tiefes Eintauchen des Leitkiels in den Fahrbahn Slot nicht zulassen. Ein Auswechseln gegen weichere Kupferlitzen ist ein Muß. Für eine Holzbahn empfehlen wir die im Fachhandel erhältlichen "Silberlitzen", die sehr weich sind und einen sehr guten Stromfluß gewährleisten.

Hin und wieder lässt der Auflagepunkt der Vorderachse ein tiefes Eintauchen des Leitkiels in den Slot und ein planes Aufliegen der Litzen auf den Stromleitern nicht zu. Hier schafft man Abhilfe, indem der Leitkiel am "Schwenkzapfen" mit einer entsprechenden Unterlegscheibe (meistens 5mm-Bohrung) unterlegt wird. Analog dazu könnte auch die Vorderachse höhergelegt werden. Dazu später mehr.

Perfektionisten könnten sich daran stören, dass ein schnelles Einsetzen des Fahrzeugs unnötig erschwert wird, weil der Leitkiel nicht in Geradeausstellung zeigt. Dieses Problem wurde damals bei Carrera´s 1:24-Fahrzeugen (mit dem guten alten Schwingarm) und heute z.B. noch bei den Fahrwerken von Racegold (die allerdings sehr nahe an die Carrera-Chassis angelehnt sind) durch eine einfache Maßnahme gelöst: Leitkiel und Bodengruppe wurden durch einen Gummiring miteinander verbunden. Der Gummi zog dann den Leitkiel immer wieder in Geradeausstellung. Was bei 1:24-Fahrzeugen geht, muß natürlich auch beim 1:32-Slotcar machbar sein: In den hintersten Bereich des Leitkiels wird ein kleines Loch gebohrt. Es ist darauf zu achten, daß die Bohrung etwas höher liegt, als die Auflagefläche der Litzen. Sonst würde der Gummi mit der Fahrbahn in Kontakt kommen und schnell durchscheuern. Durch dieses Loch wird ein vorher durchtrennter Gummiring gezogen und durch eine Öffnung in der Bodengruppe (meistens ist bereits ein Loch zur Befestigungmöglichkeit des Slotcars in der Verkaufsschachtel vorhanden) ins Innere geführt. Hier wird der Gummi konfektioniert, verknotet und an einer entsprechenden Stelle eingehängt. Ist keine Stelle zum Einhängen des Gummis vorhanden, schafft man sich die Möglichkeit durch das Einschrauben einer kleinen Holzschraube an geeigneter Stelle.

So, das war ein kleiner Einblick ins "Machbare".

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Zum Abschluß:

Es ist natürlich nicht notwendig (manchmal auch nicht möglich oder ratsam), alle zuvor genannten Möglichkeiten bei seinem Slotcar durchzuführen. Vielmehr sollte man die Maßnahmen entsprechend den Macken seines Renners wählen: Habe ich z. B. einen "Kipper", wähle ich Maßnahmen wie Walzblei, eine flexible Karosseriebefestigung und wenn möglich eine Tieferlegung.

Alle vorgenannten Anregungen erheben keinen Anspruch auf absolute Korrektheit, Vollständigkeit oder "Der Weisheit letzter Schluß". Dies sind nur ein Teil der Erfahrungen , die wir über Jahre gewonnenen haben auf Holz (Fa. Slot-Sports) und Kunststoff (Carrera-Uni, -Profi, - 124/Exclusiv, Scalextriv/SCX und Ninco). Wir sind auch für Kritik und Ratschläge offen. Siehe auch: Kontakt

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