Home Zurück

Bitte etwas Geduld: 120 Kb Text!


Carrera Universal    (im Aufbau)

Ninco                            (im Aufbau)

Scalextric/SCX           (im Aufbau)

 

 

 

Carrera 124/Exclusiv

 

 

Daten: - Maßstab 1:32 / 1:24

            - internationales 2-Leiter-System

            - maximal 6-spuriger Ausbau

            - Spurabstand 10 cm

            - Stromleiter aus rostfreiem Edelstahl

           

Allgemeines:

 

Die Carrera 124/Exclusiv bietet unter den Kunststoffbahnen den größten Maßstab (Spurabstand 10 cm), den es zur Zeit auf dem Markt gibt. Damit ist sie neben der 4-spurigen Carrera Profi (s. "Carrera Profi"/11 cm auf den mittleren Fahrspuren) die einzige Kunststoffbahn, die auch im Maßstab 1:24 betrieben werden kann - wenngleich der Maßstab 1:32 auch auf der Carrera 124/Exclusiv der ideale Maßstab ist. Mit 1:24-Fahrzeugen wird es gerade in engen Kurven sehr knapp und es kommt im Zweikampf oft zu ungewolltem Fahrzeugkontakt. Aber auch dieses kann durchaus reizvoll sein (taktieren: z.B. Überholversuche nur auf der Innenbahn).  Wer jedoch ausschließlich den 1:24-Fahrzeugen zugetan ist (ein gut gemachter 124er macht halt einen Riesenspaß), sollte vielleicht mal eine Holzbahn (s. "Die Holzbahn") in seine Überlegungen einbeziehen.

 

Änderung von Kurvenradien:

 

Gerade bei der Carrera 124/Exclusiv hat der Heimbahnfahrer meistens das Problem (insbesondere mit Randstreifen), auf relativ kleinem Raum eine ansprechende Rennbahn zu bauen. Um bei der Bahngestaltung flexibler zu sein, bietet es sich an, Kurven mit kleinerem Radius zu bauen. Der kleinste angebotene Radius von 30° läßt z. B. keine Hochgeschwindigkeitsgeraden zu, wenn man den 180°-Bereich verläßt und in die Diagonale geht. Hier hilft nur der Griff zur Säge.

Eine 30°-Kurve wird in drei 10°-Stücke gesägt. Das mittlere Stück dient als Spender für die Stromleiterzapfen der anderen beiden 10°-Stücke. Die Stromleiter werden aus dem mittleren Stück herausgetrennt und entsprechend konfektioniert. Anschließend werden die Zapfen in die entsprechenden Stromleiter der Außenstücke gesteckt und fixiert.

Für eine dauerhafte Verbindung mit den anderen Schienteilen fehlen jetzt allerdings die Kunststoffzapfen. Da jedoch jede Kurve zwangsläufig in einer Geraden endet bzw. mit einer Geraden anfängt, verbindet man die 10°-Stücke einfach fest mit einer Geraden und setzt das Stück an das Ende bzw. an den Anfang jeder Kurve. Die Möglichkeiten, die Gerade mit dem 10°-Stück zu verbinden sind vielfältig - z.B. mit Heißkleber, mittels von unten aufgeklebten Holz oder Kunststoffleisten, etc. ...

Man muß allerdings darauf achten,  jeweils eine 10°-Kurve linksherum und an anderer Stelle rechtsherum zu legen. Macht man dieses nicht, fehlt am Ende ein 20°-Stück zum Schließen der Bahn.

 

Streckenplaner:

 

Von Carrera wird für die 124/Exclusiv eine Streckplaner-CD angeboten. Wer jemals versucht hat, eine etwas längere Bahn auf dieser CD zu planen - und das vielleicht sogar noch 4-spurig -, der weiß, dass er ein reines Dekorationsstück erworben hat. Spätestens dann, wenn im Nachhinein noch Veränderungen vorgenommen werden müssen (und das ist die Regel), gibt garantiert jeder genervt auf. In Anbetracht dessen, was möglich und z.Zt. an Streckenplanern auf dem Markt ist, kann die CD von Carrera nicht als ernstgemeinte Planungsalternative in Betracht gezogen werden.

Hat man diese CD bereits erworben, wäre es vielleicht sinnvoll, diese mit einem entsprechenden Kommentar an Carrera zurückzusenden, um einer evtl. Weiterentwicklung  Nachdruck zu verleihen. Geld zurück gibt´s jedenfalls nicht (hab´ich schon probiert).

 

Die Zeitmessung:

 

Der dauerhafte Spaß an einer Rennbahnanlage steht und fällt bekannter Maßen mit einer elektronischen Zeitmessung, denn es ist praktisch nicht möglich während eines spannenden Rennens die gefahrenen Runden mitzuzählen. Unnötige "Sieger"-Diskussionen werden vermieden. Zudem werden subjektive Eindrücke über die Fahrleistungen eines Slotcars durch eine Zeitmessung bestätigt oder widerlegt. Erst durch einen Renn-Computer wird auch das Einzelfahren interessant, da die schnellste Runde sofort (auch akustisch) angezeigt wird und man sehr schnell herausbekommt, wie eine bestimmte Passage zu fahren ist, um Zeit zu gewinnen. Solche Renn-Computer werden z.B. von DS-Computers (Meßbereich bis zu 1/10000 Sekunde) angeboten und sind in der Regel bei jedem Slot-Händler erhältlich. Zudem ist entsprechende PC-Software (Meßbereich bis 1/1000 Sekunde) auf dem Markt. Uns fehlen bzgl. der PC-Software die Erfahrungswerte - man hört aber nur Positives.

Wir haben ein eigenes Computerprogramm entwickelt (Meßbereich bis 1/10000 Sekunde) und lassen dieses parallel zum DS-Computer laufen. Zu diesem Thema wird sich demnächst unser "technischer Direktor", Züchter, in der Rubrik "Zeitmessung / Bau einer Startampel (mit Zufallsgenerator)" auslassen, da mir persönlich hierfür das technische Verständnis fehlt.

Zurück zur Carrera 124/Exclusiv:  Hier sind als Impulsgeber sowohl Impulsbahnstücke, als auch Lichtschranken 2- bis 6-spurig lieferbar. Aus Gründen der geringeren Störanfälligkeit, wird die Verwendung einer Lichtschranke empfohlen.

 

Stromversorgung:

 

Es soll der Hinweis nicht fehlen, dass auch bei der Carrera 124/Exclusiv jede Fahrspur getrennt mit Strom versorgt oder ein stärkerer Transformator verwendet werden sollte, um für alle Beteiligten gleiche Vorraussetzungen zu schaffen. Nur so ist auszuschließen, dass auf einer Bahn plötzlich mehr Strom anliegt und man vielleicht sogar von der Strecke fliegt, wenn ein Mitfahrer vom Gas geht.

Allerdings sollte man sich von den unglücklichen Carrera Steckern verabschieden. Wir hatten uns damals aus einer Kunststoffkiste eine sogenannte "Slot-Box" gebaut. Hier wurden die Transformatoren untergebracht und die Schaltfläche mit (mindestens 3-poligen) DIN-Buchsen versehen, die im Gegensatz zu anderen Buchsen sehr preiswert sind (Illustrationen dazu folgen in Kürze).

Die Handregler werden entsprechend auf DIN-Stecker umgerüstet.

Die Anschlüsse auf großen Club-Bahnen sind zwar anders ausgeführt (hier wird mit erheblich höheren Strömen gefahren), jedoch dürfte die vorgenannte Lösung für den Heimbahnfahrer völlig ausreichend sein - zumal ich hier zum Anschluss meines Handreglers nur einen Steckvorgang (anstatt drei Steckvorgängen) vornehmen muss.

An den Verbindungsstellen der Schienen treten (je nach vorhandenen Kontakt der Stromleiter) mehr oder weniger große Spannungsverluste auf. Es kann also passieren, dass,  je weiter sich das Fahrzeug von der Anschlussschiene entfernt, es immer langsamer wird. Da in diesen Fällen der Spaß-Faktor auf den Nullpunkt sinkt, sind Strom-Zwischeneinspeisungen ein Muß.  Erfahrungsgemäß sind Einspeisungen in Abständen von 5 bis 7m ausreichend.

 

 

Wenn man schon mal dabei ist, die Anschlussschienen auf getrennte Stromversorgung umzulöten, ist es ratsam, pro Fahrspur eine 3-adrige Verkabelung vorzunehmen, die es dann erlaubt, Handregler mit dynamischer Bremse zu verwenden (Skizze folgt in Kürze). Die Handregler der aktuellen Carrera Exclusiv, die wir getestet haben,  darf man getrost als Katastrophe bezeichnen. Wem die sog. Pistolen-Handregler nicht liegen, kann auf die guten alten Carrera Handregler mit dynamischer Bremse oder aktuelle Daumenhandregler von MRRC zurückgreifen.

 

Fahrbahnmarkierungen:

 

Es ist von großem Vorteil, die einzelnen Fahrspuren farblich und mit Zahlen zu markieren, damit das Wiedereinsetzen eines Slotcars auf die richtige Spur erleichtert wird. Hier gibt es im Handel entsprechendes Material.

Man kann sich allerdings auch preisgünstiger selbst helfen. Dazu kauft man sich Klebeband  in verschiedenen Farben (wird oft in Baumärkten günstig im Set angeboten) und ein Locheisen entsprechend der Breite des Klebebandes. Nun werden runde Aufkleber gestanzt und um die Strecke geklebt.

Die Aufkleber können dann mit Zahlen versehen werden. Ob man sich hier Zahlen als Aufkleber besorgt oder einfach einen wasserfesten Stift nimmt, bleibt dem Perfektionismus des Einzelnen überlassen.

 

Leitplanken:

 

Da auch der Geübteste seinen Slotracer mal "wegschmeißt", sollte die Strecke mit Leitplanken versehen werden, um unnötigen Schrott zu vermeiden. Generell gilt: Je weicher und nachgiebiger die Leitplanke, umso besser für das Auto. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass auch mit Leitplanken jede Spur uneingeschränkt zu sehen ist. Daher bieten sich in Bereichen, in denen die Sicht durch Leitplanken beeinträchtigt wird, Leitplanken aus Plexiglas an. Diese lassen sich gut zuschneiden und haben eine akzeptable Nachgiebigkeit.

In Bereichen, in denen die Sicht durch Leitplanken nicht beeinträchtigt wird, gibt es nach unseren  Erfahrungen nur eine Wahl: Leitplanken aus Moosgummi-Meterware !!!

Moosgummi-Meterware ist in verschiedenen Stärken (3 mm, 5 mm, 10 mm) erhältlich (wir machen uns sogar unsere Moosgummi-Reifen selber damit - s. "Autos und Reifen"). Unserer Meinung nach, ist die 5mm-Matte die richtige Wahl, da sie den abfliegenden Slotcars genug Halt bietet und dabei noch ausreichend flexibel ist. Das Zuschneiden erfolgt mit Schere oder besser mit einem Cutter-Messer. Die Befestigung der Plexiglas-Leitplanken sollte mit kleinen Schrauben erfolgen. Bei den Moosgummi-Leitplanken reicht erfahrungsgemäß alle paar Zentimeter ein kleiner Tropfen Sekundenkleber (am besten Gel - das läuft nicht und hält länger).

 

 

Bahnausschmückung:

 

Um die Rennbahn optisch ansprechend zu gestalten, bietet es sich an, die Moosgummi-Leitplanken mit Bandenwerbung zu versehen. Die Möglichkeiten an entsprechende Werbeschriftzüge zu kommen, sind vielfältig (Zeitschriften, Internet, etc.) und müssen hier nicht näher erläutert werden. Wer mit seiner Bandenwerbung im Slot-Bereich bleiben will, sammelt halt alles an Slot-Schriftzügen (von Verpackungen, Ersatzteiltüten, Prospekten, Internet, etc.), die bei der intensiven Ausübung dieses Hobbies zwangsläufig anfallen.

Schwieriger gestaltet sich jedoch die dauerhafte Ausführung dieser Schriftzüge, da normales Papier schnell vergilbt und im Falle eines Abflugs reißen könnte. Die Folge ist eine Bandenwerbung, die schnell unansehnlich wird. Hier bietet sich folgende Lösung an, die sich bei uns bis heute bewährt hat: Man besorgt sich transparentes Paketklebeband und klebt dieses auf die Vorderseite der Schriftzüge. Durch diese Maßnahme wird der Schriftzug gegen äußere Einwirkungen geschützt und ist sogar abwaschbar. Anschließend wird der Schriftzug auf doppelseitiges Klebeband geklebt und mit Lineal und Cutter-Messer auf die benötigte Größe konfektioniert. Jetzt nur noch auf die Leitplanken kleben und schon ist man optisch ein ganzes Stück weitergekommen.

 

 

Gartenbahn:

 

Wir haben uns eine sogenannte Gartenbahn (Carrera 124/Exclusiv, 4-spurig) zugelegt, die an warmen Sommertagen - wenn immer es geht - im Garten aufgebaut wird. Dieses macht einen Riesenspaß, insbesondere bei Einbruch der Dunkelheit und wenn Fahrzeuge mit Beleuchtung zur Verfügung stehen. Die Carrera 124/Exclusiv ist für diese Zwecke geradezu ideal, da sie Stromleiter aus nichtrostendem Edelstahl hat. So kann die Bahn auch mal längere Zeit im Freien verbleiben, ohne das ein feuchter Rasen, Frühtau oder Regen hier Schaden verursachen können. Generell sind die Carrera-Schienen sehr hitzebeständig. Aber Vorsicht !! Bei intensiver Sonneneinstrahlung verbrennt der Rasen unter der Bahn sehr schnell. Auch nach Abbau der Bahn ist dann der Streckenverlauf noch lange Zeit zu sehen

Das alle elektronischen Bauteile, Autos und Handregler nach Beendigung der Rennen ins Trockene gebracht werden müssen, versteht sich von selbst.

 

So, jetzt viel Spaß beim Basteln und Fahren !!! Wenn ihr andere Erfahrungen oder Verbesserungsvorschläge habt, lasst es uns wissen. Wir werden diese dann in unsere "Tipps und Tricks" mit aufnehmen.

 

 

 

 

Carrera Profi

 

 

Daten: - Maßstab 1:40

            - internationales 2-Leiter-System

            - maximal 4-spuriger Ausbau

               - Spurabstand  7,8 cm                         (2-spurig)

               -                        7,8 cm/11 cm       (4-spurig)

            - Stromleiter nicht rostfrei

 

 

Allgemeines:

 

Insbesondere Heimbahnfahrer haben meist das Problem, eine ansprechende Rennbahn auf relativ kleinem Raum realisieren zu müssen.

 

Die Lösung könnte hier die meist zu unrecht unterbewertete Carrera Profi sein, die - zugege-benermaßen erst auf den 2. Blick - ungeahnte Möglichkeiten bietet.

 

Fahrbahnteile der Carrera Profi sind im Gegensatz zu der Carrera 124/Exclusiv (insbesondere gebraucht) sehr preiswert zu erwerben.

 

Im 2-spurigen Ausbau erlaubt der Spurabstand von 7,8 cm den Betrieb der meisten handelsüblichen Slotcars im Maßstab 1:32, obwohl die Carrara Profi eigentlich für den Maßstab 1:40 ausgelegt ist.

Bei einem 4-spurigen Ausbau erhält man (auf Grund der rot/weißen Randstreifen) auf den mittleren Fahrspuren einen Spurabstand von 11 cm !!! Eine Carrera 124/Exclusiv bietet nur 10 cm. Die Carrera Profi kann also auf den beiden mittleren Fahrspuren problemlos im Maßstab 1:24 betrieben werden. Als Zugabe erhält man Randstreifen für Drifts - nämlich die äußeren Fahrspuren - gratis dazu. Für eine ansprechende Optik können die mittleren rot/weißen Randstreifen schwarz lackiert werden. Bewährt hat sich hier der äußerst haftfähige und kratzfeste Auspufflack (z.B. von Nigrin). Die Leitlinien werden mit selbst gefertigten Schablonen (z. B. aus Pappe) aufgesprüht.

 

 

Randstreifen:

 

Wie bereits erwähnt, läßt sich die Carrera Profi mit den meisten handelsüblichen Fahrzeugen im Maßstab 1:32  2-spurig, aber auch 4-spurig betreiben. Probleme treten erst dann auf, wenn man die "Magnetfahrerei" leid ist und die Autos entsprechend präpariert (s. unter Tipps und Tricks: Präparieren eines 1:32 Slotcars). Die Fahrzeuge driften dann auf den äußeren Fahrspuren von der Fahrbahn. Randstreifen werden speziell für die Carrera Profi leider nicht angeboten. Aber - man höre und staune - es gibt sie doch von Carrera! Hier helfen die Randstreifen von der guten alten Carrera Universal.  Die Randstreifen der Uni-Kurve 0 passen exakt auf die Profi-Kurve 1 und die Randstreifen der Uni-Kurve 1 passen auf die Profi-Kurve 2.

 

Als Befestigungsmöglichkeit für die Randstreifen bieten sich z.B. aufgeweitete Kettenglieder an. Diese sind in jedem Baumarkt als Meterware erhältlich. Man setzt das aufgeweitete Kettenglied von unten auf die Verbindungsstelle Schiene/Randstreifen und presst dieses mit einer Zange zusammen.

 

Änderung der Kurvenradien:

 

Um bei der Bahngestaltung flexibler zu sein, bietet es sich zudem an, sich Kurven mit kleinerem Radius zu bauen. Der kleinste angebotene Radius von 45° läßt z. B. keine Hochgeschwindigkeitsgeraden zu, wenn mann den 180°-Bereich verläßt und in die Diagonale geht. Hier hilft nur der Griff zur Säge.

Eine 45°-Kurve wird in drei 15°-Stücke gesägt. Das mittlere Stück dient als Spender für die Stromleiterzapfen der anderen beiden 15°-Stücke. Die Stromleiter werden aus dem mittleren Stück herausgetrennt und entsprechend konfektioniert. Anschließend werden die Zapfen in die entsprechenden Stromleiter der Außenstücke gesteckt und festgelötet. 

Für eine dauerhafte Verbindung mit den anderen Schienteilen fehlen jetzt allerdings die Kunststoffzapfen. Da jedoch jede Kurve zwangsläufig in einer Geraden endet bzw. anfängt, verbindet man die 15°-Stücke einfach fest mit einer Geraden und setzt das Stück an das Ende bzw. an den Anfang jeder Kurve. Die Möglichkeiten, die Gerade mit dem 15°-Stück zu verbinden sind vielfältig - z.B. mit Heißkleber, mittels von unten aufgeklebten Holz oder Kunststoffleisten, etc. ...

Man muß allerdings darauf achten, jeweils eine 15°-Kurve linksherum und an anderer Stelle rechtsherum zu legen. Macht man dieses nicht, fehlt am Ende ein 30°-Stück zum Schließen der Bahn.

Von Carrera wird für die Carrera Profi eine Streckenplaner-CD angeboten. Diese ist jedoch nur als reines Dekorationsstück brauchbar und sollte vom Erwerber mit einem entsprechenden Kommentar an Carrera zurückgesandt werden. In Anbetracht dessen, was möglich und z.Zt. an Streckenplanern auf dem Markt ist, kann die CD von Carrera nur als Frechheit dem Kunden gegenüber bezeichnet werden. Wer jemals versucht hat, eine etwas längere Bahn auf dieser CD zu planen - und das vielleicht sogar noch 4-spurig -, der weiß wovon hier die Rede ist. Spätestens dann, wenn im Nachhinein noch Veränderungen vorgenommen werden müssen (und das ist die Regel), gibt garantiert jeder genervt auf.

 

Mit dem Ausschöpfen der vorgenannten Möglichkeiten haben wir damals auf nur 14,5 qm über 23 m 4-spurige Bahnlänge (incl. Randstreifen) realisiert.

 

Die Zeitmessung:

 

Der dauerhafte Spaß an einer Rennbahnanlage steht und fällt bekannter Maßen mit einer elektronischen Zeitmessung, denn es ist praktisch nicht möglich während eines spannenden Rennens die gefahrenen Runden mitzuzählen. Unnötige "Sieger"-Diskussionen werden vermieden. Zudem werden subjektive Eindrücke über die Fahrleistungen eines Slotcars durch eine Zeitmessung bestätigt oder widerlegt. Erst durch einen Renn-Computer wird auch das Einzelfahren interessant, da die schnellste Runde sofort (auch akustisch) angezeigt wird und man sehr schnell herausbekommt, wie eine bestimmte Passage zu fahren ist, um Zeit zu gewinnen. Solche Renn-Computer werden z.B. von DS-Computers (Meßbereich bis zu 1/10000 Sekunde) angeboten und sind in der Regel bei jedem Slot-Händler erhältlich. Zudem ist entsprechende PC-Software (Meßbereich bis 1/1000 Sekunde) auf dem Markt. Uns fehlen bzgl. der PC-Software die Erfahrungswerte - man hört aber nur Positives.

Wir haben ein eigenes Computerprogramm entwickelt (Meßbereich bis 1/10000 Sekunde) und lassen dieses parallel zum DS-Computer laufen. Zu diesem Thema wird sich demnächst unser "technischer Direktor", Züchter, in der Rubrik "Zeitmessung / Bau einer Startampel (mit Zufallsgenerator)" auslassen, da mir persönlich hierfür das technische Verständnis fehlt.

Zurück zur Carrera Profi: Hier ist als Impulsgeber ein Impulsbahnstück lieferbar. Auch dem, der auf die weniger störanfällige Lichtschranke nicht verzichten möchte, kann geholfen werden. Geeignet ist hier die Lichtschranke, wie sie u.a. 2- und 4-spurig für die Scarlextric-Bahn angeboten wird. Hier sind nur einige Korrekturarbeiten notwendig. Genauere Erläuterungen erübrigen sich, denn wer die Lichtschranke zerlegt bzw. geöffnet hat, weiß zwangsläufig, was zu tun ist.

 

Stromversorgung:

 

Es soll der Hinweis nicht fehlen, dass auch bei der Carrera Profi jede Fahrspur getrennt mit Strom versorgt oder ein stärkerer Transformator verwendet werden sollte, um für alle Beteiligten gleiche Vorraussetzungen zu schaffen. Nur so ist auszuschließen, dass auf einer Bahn plötzlich mehr Strom anliegt und man vielleicht sogar von der Strecke fliegt, wenn ein Mitfahrer vom Gas geht.

Allerdings sollte man sich von den unglücklichen Carrera Steckern verabschieden. Wir hatten uns damals aus einer Kunststoffkiste eine sogenannte "Slot-Box" gebaut. Hier wurden die Transformatoren untergebracht und die Schaltfläche mit (mindestens 3-poligen) DIN-Buchsen versehen, die im Gegensatz zu anderen Buchsen sehr preiswert sind (Illustrationen dazu folgen in Kürze). Die Handregler werden entsprechend auf DIN-Stecker umgerüstet. Die Anschlüsse auf großen Club-Bahnen sind zwar anders ausgeführt (hier wird mit erheblich höheren Strömen gefahren), jedoch dürfte die vorgenannte Lösung für den Heimbahnfahrer völlig ausreichend sein - zumal ich hier zum Anschluss meines Handreglers nur einen Steckvorgang (anstatt drei Steckvorgängen) vornehmen muss.

 

 

An den Verbindungsstellen der Schienen treten (je nach vorhandenen Kontakt der Stromleiter) mehr oder weniger große Spannungsverluste auf. Es kann also passieren, dass,  je weiter sich das Fahrzeug von der Anschlussschiene entfernt, es immer langsamer wird. Da in diesen Fällen der Spaß-Faktor auf den Nullpunkt sinkt, sind Strom-Zwischeneinspeisungen ein Muß.  Erfahrungsgemäß sind Einspeisungen in Abständen von 5 bis 7m ausreichend.

 

Die Verkabelungen der Carrera Profi Anschlussschiene und die Profi-Handregler sind so ausgeführt, dass die Fahrzeuge keine Bremsfunktion haben und nur ausrollen.

Wenn man schon mal dabei ist, die Anschlussschienen auf getrennte Stromversorgung umzulöten, ist es ratsam, pro Fahrspur eine 3-adrige Verkabelung vorzunehmen, die es dann erlaubt, Handregler mit dynamischer Bremse zu verwenden (Skizze folgt in Kürze). Wem die sog. Pistolen-Handregler nicht liegen, kann auf die guten alten Carrera Handregler mit dynamischer Bremse oder aktuelle Daumenhandregler von MRRC zurückgreifen.

 

 

Fahrbahnmarkierungen:

 

Es ist von großem Vorteil, die einzelnen Fahrspuren farblich und mit Zahlen zu markieren, damit das Wiedereinsetzen eines Slotcars auf die richtige Spur erleichtert wird. Hier gibt es im Handel entsprechendes Material.

Man kann sich allerdings auch preisgünstiger selbst helfen. Dazu kauft man sich Klebeband  in verschiedenen Farben (wird oft in Baumärkten günstig im Set angeboten) und ein Locheisen entsprechend der Breite des Klebebandes. Nun werden runde Aufkleber gestanzt und um die Strecke geklebt.

Die Aufkleber können dann mit Zahlen versehen werden. Ob man sich hier Zahlen als Aufkleber besorgt oder einfach einen wasserfesten Stift nimmt, bleibt dem Perfektionismus des Einzelnen überlassen.

 

Leitplanken:

 

Da auch der Geübteste seinen Slotracer mal "wegschmeißt", sollte die Strecke mit Leitplanken versehen werden, um unnötigen Schrott zu vermeiden. Generell gilt: Je weicher und nachgiebiger die Leitplanke, umso besser für das Auto.

Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass auch mit Leitplanken jede Spur uneingeschränkt zu sehen ist. Daher bieten sich in Bereichen, in denen die Sicht durch Leitplanken beeinträchtigt wird, Leitplanken aus Plexiglas an. Diese lassen sich gut zuschneiden und haben eine akzeptable Nachgiebigkeit.

In Bereichen, in denen die Sicht durch Leitplanken nicht beeinträchtigt wird, gibt es nach unseren  Erfahrungen nur eine Wahl: Leitplanken aus Moosgummi-Meterware !!!

Moosgummi-Meterware ist in verschiedenen Stärken (3 mm, 5 mm, 10 mm) erhältlich (wir machen uns sogar unsere Moosgummi-Reifen selber damit - s. "Autos und Reifen"). Unserer Meinung nach, ist die 5mm-Matte die richtige Wahl, da sie den abfliegenden Slotcars genug Halt bietet und dabei noch ausreichend flexibel ist. Das Zuschneiden erfolgt mit Scheere oder besser mit einem Cutter-Messer.

Die Befestigung der Plexiglas-Leitplanken sollte mit kleinen Schrauben erfolgen. Bei den Moosgummi-Leitplanken reicht erfahrungsgemäß alle paar Zentimeter ein kleiner Tropfen Sekundenkleber (am besten Gel - das läuft nicht und hält länger).

 

Bahnausschmückung:

 

Um die Rennbahn optisch ansprechend zu gestalten, bietet es sich an, die Moosgummi-Leitplanken mit Bandenwerbung zu versehen.

Die Möglichkeiten an entsprechende Werbeschriftzüge zu kommen, sind vielfältig (Zeitschriften, Internet, etc.) und müssen hier nicht näher erläutert werden. Wer mit seiner Bandenwerbung im Slot-Bereich bleiben will, sammelt halt alles an Slot-Schriftzügen (von Verpackungen, Ersatzteiltüten, Prospekten, Internet, etc.), die bei der intensiven Ausübung dieses Hobbies zwangsläufig anfallen.

Schwieriger gestaltet sich jedoch die dauerhafte Ausführung dieser Schriftzüge, da normales Papier schnell vergilbt und im Falle eines Abflugs reißen könnte. Die Folge ist eine Bandenwerbung, die schnell unansehnlich wird.

Hier bietet sich folgende Lösung an, die sich bei uns bis heute bewährt hat: Man besorgt sich transparentes Paketklebeband und klebt dieses auf die Vorderseite der Schriftzüge. Durch diese Maßnahme wird der Schriftzug gegen äußere Einwirkungen geschützt und ist sogar abwaschbar. Anschließend wird der Schriftzug auf doppelseitiges Klebeband geklebt und mit Lineal und Cutter-Messer auf die benötigte Größe konfektioniert. Jetzt nur noch auf die Leitplanken kleben und schon ist man optisch ein ganzes Stück weitergekommen.

 

Gartenbahn:

 

Wir haben uns eine sogenannte Gartenbahn zugelegt (Carrera 124/Exclusiv, 4-spurig), die an warmen Sommertagen - wenn immer es geht - im Garten aufgebaut wird. Dieses macht einen Riesenspaß, insbesondere bei Einbruch der Dunkelheit und wenn Fahrzeuge mit Beleuchtung zur Verfügung stehen. Hierzu bietet sich auch die Carrera-Profi an. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, die Rennbahn nicht über eine längere Zeit im Freien zu belassen, da die Stromleiter der Carrera Profi nicht rostfrei sind. Ein feuchter Rasen, Frühtau oder Regen lassen die Stromleiter schnell rosten. Wer eine Gartenbahn über längere Zeit im Freien betreiben möchte, muss dann doch auf die Carrera 124/Exclusiv (s."Carrera 124/Exclusiv") zurückgreifen, da diese Stromleiter aus nichtrostendem Edelstahl hat. Generell sind die Carrera-Schienen sehr hitzebeständig. Aber Vorsicht !! Bei intensiver Sonneneinstrahlung verbrennt der Rasen unter der Bahn sehr schnell. Auch nach Abbau der Bahn ist dann der Streckenverlauf noch lange Zeit zu sehen

Das alle elektronischen Bauteile, Autos und Handregler nach Beendigung der Rennen ins Trockene gebracht werden müssen, versteht sich von selbst.

 

 

So, jetzt viel Spaß beim Basteln und Fahren !!!

 

Wenn ihr andere Erfahrungen oder Verbesserungsvorschläge habt, lasst es uns wissen. Wir werden diese dann in unsere "Tipps und Tricks" mit aufnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Carrera Universal

 

 

Daten: - Maßstab 1:32

            - 3-Leiter-System

            - maximal 10-spuriger Ausbau

            - Spurabstand 9 cm

            - Stromleiter nicht rostfrei

 

 

 

 

 

 

 

 

Carrera (Servo) 160

 

Daten: - Maßstab 1:60

            - Servo 160: 4-Leiter-System zum Lenken (spätere Ausführungen auch zum Spurfahren)

            - 160:          2-Leiter-System zum Spurfahren

            - maximal 4-spuriger Ausbau

            - Stromleiter nicht rostfrei

 

Allgemeines:

Der Maßstab 1:60 ist bei vielen Slotern sehr beliebt - insbesondere die wohl beliebteste 160er: die Faller AMS. Dieser Maßstab erlaubt, eine wirklich ansprechende Bahn auf kleinstem Raum  zu realisieren.

Wenn auch (aus meiner subjektiven Sicht) der Fahrspaß um einiges hinter den größeren Maßstäben bleibt, so ist es durchaus nicht uninteressant, die 160er  mal wieder ´rauszuholen. Gerade die Kids sind beim "Lenken" mit Begeisterung dabei.

Vorraussetzung ist natürlich, dass alles gut funktioniert. Anfangs ist dieses meistens nicht der Fall, da die Carrera Servo 160 und die Carrera 160 mittlerweile in die Jahre gekommen sind. Die Fahrzeuge haben Aussetzer oder bleiben stehen. Bei Servo 160: Die Fahrzeuge lenken nicht, bzw. lenken zwar, wechseln aber nicht die Fahrspur, etc. ...- und dann wird die Bahn verkauft.

 

Es muß also in der Regel nachgebessert werden:

 

Stromleiter:

 

Die Stromleiter weisen meistens - je nach Lagerung der Schienen - Spuren von Korrosion auf. Dieses führt dazu, dass die Fahrzeuge durch Kontaktprobleme nicht gleichmäßig fahren oder sogar stehenbleiben. Hier schafft ein Abziehen der Stromleiter mit feinem Schleifpapier (nicht grober als 400er) sofort Abhilfe. Es ist ratsam, die Stromleiter  vor dem Wegräumen der Bahn zu konservieren. Es genügen ein paar Tropfen Öl auf einem über den Finger gestülpten Lappen, der dann kurz über die Stromleiter gezogen wird - fertig!  Damit ist        die Bahn das nächste Mal sofort einsatzbereit.

 

Das gleiche gilt natürlich auch für die Zapfen der Stromleiter. Korrosion führt zu Kontaktproblemen und Spannungsverlusten. Die Folge ist, dass das Fahrzeug - je weiter es sich von der Anschlussschiene entfernt - immer langsamer wird .Bei der Servo 160 reicht dann irgendwann die Geschwindigkeit nicht mehr aus, die Spur zu wechseln. Auch hier sollten die Zapfen mit feinem Schleifpapier bearbeitet werden. Perfekt wird es dann, wenn man diese anschließend noch mit einem Kontaktspray benetzt. Sofern man keine Bahn mit "Überlänge" hat, sind Stromzwischeneinspeisungen dann in der Regel nicht nötig.

 

 

Schleifer:

 

Die Schleifer unter dem Fahrzeug sind meistens oxydiert oder durchgescheuert und gewährleisten keinen einwandfreien Kontakt mehr.

Sind die Schleifer oxydiert, hilft die Bearbeitung mit einem Radiergummi. Bringt auch dieses keinen Erfolg, ist ein kurzes Überschleifen  mit 1000er Schleifpapier erforderlich.

Bei durchgescheuerten Schleifern muß ein Austausch erfolgen. Dieses gestaltet sich oft        als sehr schwierig, da meines Wissens diese Schleifer nicht mehr angeboten werden.

Häufig wird man aber noch auf "Slot-Börsen" fündig. Gegebenenfalls muß man sich halt             auf dem aktuellen 160er-Markt umschauen, inwieweit hier Schleifer angeboten werden, die für Carrera´s 160er geeignet sind.

 

Reifen:

 

Gerade bei der Carrera Servo 160 ist für den einwandfreien Fahr- und Lenkbetrieb die Beschaffenheit der Vorderräder von sehr großer Bedeutung. Die häufigsten Mängel sind:

            - Schwergängigkeit (meistens durch Haare und Flusen)

            - durch sogenannte "Standplatten" rollen die Räder nicht

            - die Reifen sind völlig erhärtet und haben dadurch nicht den zum Lenken erforderlichen   Gripp. Das heißt, obwohl die Räder einlenken, fährt das Fahrzeug geradeaus oder es bewegt sich nur so gemächlich in die Richtung der anvisierten Fahrspur, dass der Schwung  nicht reicht, um diese zu erreichen.

 

Bei Schwergängigkeit der Räder durch Haare und Flusen werden diese einfach entfernt. Haben die Reifen jedoch einen Standplatten oder sind ausgehärtet,  hilft nur der Austausch. Und das ist das große Problem. Meines Wissens werden Reifen für Carrera´s 160er nicht mehr angeboten und auch auf "Slot-Börsen" bin ich bis heute noch nicht fündig geworden. Dazu kommt, dass die Ausführung der Räder und Reifen je nach Baujahr unterschiedlich ist. Da kann man halt nur versuchen, sich selber zu helfen. Für die Räder, die mit einem Steg ausgeführt sind, haben wir bis heute auch noch keine Lösung gefunden. Für die Ausführungen mit schmaler oder breiter Nut wird man im Sanitär- oder Badhandel fündig. Hier werden sogenannte O-Ringe angeboten, die hervorragend funktionieren. Die Maße: 7,8 Durchmesser und 1,5 bis 2 mm Breite 

 

Der Reifen-Tipp:

           

Reifen, die nicht völlig ausgehärtet und vom Kern her noch weich sind, werden in der Waschmaschine wieder wie neu. Einfach die Reifen in einen Strumpf stecken und diesen zuknoten. Die Weichmacher aus Waschmittel und Weichspüler besorgen dann den Rest.

 

Der Deko-Tipp:

 

Ich hatte eine Servo 160-Bahn auf einer Platte fest aufgebaut, entsprechend ausgeschmückt und als Wandbild in unseren "Slotkeller" gehängt. Die kleinen Fahrzeuge können mit Magneten (die dürfte jeder Slot-Fan zur Genüge ausgebaut haben) an die Stromleiter geheftet werden.  Macht sich wirklich gut !!!

 

 

So, jetzt viel Spaß beim Basteln und Fahren !!!

 

Wenn ihr andere Erfahrungen oder Verbesserungsvorschläge habt, lasst es uns wissen. Wir werden diese dann in unsere "Tipps und Tricks" mit aufnehmen.

 

 

 

 

 

 

Die Holzbahn

 

Allgemeines:

 

Vorab einen Auszug aus unserem Leserbrief in der "car on line", Ausgabe Januar/2000:

 

Holzbahn daheim

"Es würden weit mehr Slot Racer ihre Renner auf eine Holzplatte bringen, wenn das Gerücht vom großen Platzbedarf zerstreut werden könnte. Dabei muß gerade eine solche Bahn nicht platzraubend auf Böcke gestellt werden. Verbringt man sie auf den Boden, ergeben sich gleich mehrere Vorteile:

1. Baut man ein Holzbahn auf einem schönen grünen Teppich auf, ist man optisch schon ein Stück weiter und spart die Kosten für einen aufwendigen Unterbau.

2. Im Gegensatz zu einer Kunststoffbahn ist die Holzbahn massiv und uneingeschränkt begehbar. So können sich auch unsere kleinen Sloter ihre Autos selbst holen.

3. Die Bahn muß nicht von allen Seiten zugänglich sein. Dadurch kann man bis auf einen Bereich die Schienen an die Wand bringen und hat dadurch die Möglichkeit, bei gleichem Platzbedarf eine erheblich größere Bahn zu realisieren.

 

Der aus meiner Sicht einzige Nachteil besteht darin, dass sogenannte Einsetzer nicht um die Strecke postiert werden können. Aber welcher Heimbahnfahrer hat die schon? Es gibt im übrigen vielfältige Möglichkeiten, durch entsprechende Reglements diesen Nachteil zu kompensieren.

 

Zudem haben Holzbahnen ab einer gewissen Größe einen Kostenvorteil gegenüber Kunststoffbahnen."

 

Damit wäre zum Thema Holzbahn schon viel gesagt. Die Holzbahn muß kein Exot bleiben!

 

Die uns bekannten Hersteller von Holzbahnen sind "Concept Vario" (H+T in 64291 Darmstadt) und "Slot Sports" (Fa. Nebendahl in 56412 Hübingen).

 

Daten Concept Vario:                           Daten Slot Sports:

- alle Maßstäbe bis 1:24                 - alle Maßstäbe bis 1:24

- internationales 2-Leiter-System            - internationales 2-Leiter-System

- maximal 8-spuriger Ausbau                        - maximal 8-spuriger Ausbau (auch 3-spurig!)

- Spurabstand 11 cm                          - Spurabstand 12 cm

- Randstreifen 13,5 cm                       - Randstreifen 15 cm

- Fahrbahnoberfläche schwarz            - Fahrbahnoberfläche grau

- Streckenplanung mit guter Diskette            - Streckenplanung mit Schablonen

 

                    (Andere Hersteller werden hier gerne aufgenommen.)

 

Beide Holzbahnen können stationär oder portabel aufgebaut werden.

 

Der stationäre Aufbau bietet den Vorteil, das die Stromleiter (aus Litze) in einem Stück verlegt werden können. Dadurch entstehen kaum Spannungsverluste. Stromzwischeneinspeisungen sind bis zu einer bestimmten Größe (getestet bis 22m) nicht notwendig.

 

Der portable Aufbau hat den Vorteil, dass die Strecke bei Bedarf leicht ab- bzw. umgebaut  werden kann. Jedoch können hier die Stromleiter nicht aus einem Stück um die Strecke verlegt werden, sondern müssen entsprechend der zerlegbaren Bahnstücke konfektioniert werden. Dieses birgt dann die Gefahr von Spannungsverlusten an den Übergängen, wie sie insbesondere bei Kunststoffbahnen auftreten können. Es kann also passieren, dass,  je weiter sich das Fahrzeug von der Anschlussschiene entfernt, es immer langsamer wird. Da in diesen Fällen der Spaß-Faktor auf den Nullpunkt sinkt, sind Strom-Zwischeneinspeisungen ein Muß.  Erfahrungsgemäß sind bei Kunsstoffschienen Einspeisungen in Abständen von 5 bis 7m ausreichend. Bei portablen Holzbahnen mit Stromleitern aus Litze fehlen uns jedoch die Erfahrungswerte. Einfach mal die Verluste messen und ihr wisst Bescheid.

 

Ein weiterer Vorteil gegenüber Kunststoffbahnen besteht in der Auswahl der Kurvenradien.

Hier sind derart große Kurvenradien möglich, wie sie bei Kunststoffbahnen auch für viel Geld und gute Worte nicht zu bekommen sind. Dieses dürfte für denjenigen interessant sein, der auf kleinem Raum planen muss und lange Hochgeschwindigkeitsgeraden nicht verwirklichen kann. Mit einer sehr großen Kurve kann (das hängt natürlich auch vom gefahrenen Slotcar ab) der High-Speed Bereich erheblich verlängert werden. 

 

Fahrbahnmarkierungen:

 

Es ist von großem Vorteil, die einzelnen Fahrspuren farblich und mit Zahlen zu markieren, damit das Wiedereinsetzen eines Slotcars auf die richtige Spur erleichtert wird. Hier gibt es im Handel entsprechendes Material.

Man kann sich allerdings auch preisgünstiger selbst helfen. Dazu kauft man sich Klebeband  in verschiedenen Farben (wird oft in Baumärkten günstig im Set angeboten) und ein Locheisen entsprechend der Breite des Klebebandes. Nun werden runde Aufkleber gestanzt und um die Strecke geklebt.

Die Aufkleber können dann mit Zahlen versehen werden. Ob man sich hier Zahlen als Aufkleber besorgt oder einfach einen wasserfesten Stift nimmt, bleibt dem Perfektionismus des Einzelnen überlassen.

 

Leitplanken:

Da auch der Geübteste seinen Slotracer mal "wegschmeißt", sollte die Strecke mit Leitplanken versehen werden, um unnötigen Schrott zu vermeiden. Generell gilt: Je weicher und nachgiebiger die Leitplanke, umso besser für das Auto.

Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass auch mit Leitplanken jede Spur uneingeschränkt zu sehen ist. Daher bieten sich in Bereichen, in denen die Sicht durch Leitplanken beeinträchtigt wird, Leitplanken aus Plexiglas an. Diese lassen sich gut zuschneiden und haben eine akzeptable Nachgiebigkeit.

In Bereichen, in denen die Sicht durch Leitplanken nicht beeinträchtigt wird, gibt es nach unseren  Erfahrungen nur eine Wahl: Leitplanken aus Moosgummi-Meterware !!!

Moosgummi-Meterware ist in verschiedenen Stärken (3 mm, 5 mm, 10 mm) erhältlich (wir machen uns sogar unsere Moosgummi-Reifen selber damit - s. "Autos und Reifen"). Unserer Meinung nach, ist die 5mm-Matte die richtige Wahl, da sie den abfliegenden Slotcars genug Halt bietet und dabei noch ausreichend flexibel ist. Das Zuschneiden erfolgt mit Scheere oder besser mit einem Cutter-Messer.

Die Befestigung der Plexiglas-Leitplanken sollte mit kleinen Schrauben erfolgen. Bei den Moosgummi-Leitplanken reicht erfahrungsgemäß alle paar Zentimeter ein kleiner Tropfen Sekundenkleber (am besten Gel - das läuft nicht und hält länger).

 

Bahnausschmückung:

 

Um die Rennbahn optisch ansprechend zu gestalten, bietet es sich an, die Moosgummi-Leitplanken mit Bandenwerbung zu versehen.

Die Möglichkeiten an entsprechende Werbeschriftzüge zu kommen, sind vielfältig (Zeitschriften, Internet, etc.) und müssen hier nicht näher erläutert werden. Wer mit seiner Bandenwerbung im Slot-Bereich bleiben will, sammelt halt alles an Slot-Schriftzügen (von Verpackungen, Ersatzteiltüten, Prospekten, Internet, etc.), die bei der intensiven Ausübung dieses Hobbies zwangsläufig anfallen.

Schwieriger gestaltet sich jedoch die dauerhafte Ausführung dieser Schriftzüge, da normales Papier schnell vergilbt und im Falle eines Abflugs reißen könnte. Die Folge ist eine Bandenwerbung, die schnell unansehnlich wird.

Hier bietet sich folgende Lösung an, die sich bei uns bis heute bewährt hat: Man besorgt sich transparentes Paketklebeband und klebt dieses auf die Vorderseite der Schriftzüge. Durch diese Maßnahme wird der Schriftzug gegen äußere Einwirkungen geschützt und ist sogar abwaschbar. Anschließend wird der Schriftzug auf doppelseitiges Klebeband geklebt und mit Lineal und Cutter-Messer auf die benötigte Größe konfektioniert. Jetzt nur noch auf die Leitplanken kleben und schon ist man optisch ein ganzes Stück weitergekommen.

 

Zeitmessung:

 

Der dauerhafte Spaß an einer Rennbahnanlage steht und fällt bekannter Maßen mit einer elektronischen Zeitmessung, denn es ist praktisch nicht möglich während eines spannenden Rennens die gefahrenen Runden mitzuzählen. Unnötige "Sieger"-Diskussionen werden vermieden. Zudem werden subjektive Eindrücke über die Fahrleistungen eines Slotcars durch eine Zeitmessung bestätigt oder widerlegt. Erst durch einen Renn-Computer wird auch das Einzelfahren interessant, da die schnellste Runde sofort (auch akustisch) angezeigt wird und man sehr schnell herausbekommt, wie eine bestimmte Passage zu fahren ist, um Zeit zu gewinnen. Solche Renn-Computer werden z.B. von DS-Computers (Meßbereich bis zu 1/10000 Sekunde) angeboten und sind in der Regel bei jedem Slot-Händler erhältlich. Zudem ist entsprechende PC-Software (Meßbereich bis 1/1000 Sekunde) auf dem Markt. Uns fehlen bzgl. der PC-Software die Erfahrungswerte - man hört aber nur Positives.

Wir haben ein eigenes Computerprogramm entwickelt (Meßbereich bis 1/10000 Sekunde) und lassen dieses parallel zum DS-Computer laufen. Zu diesem Thema wird sich demnächst unser "technischer Direktor", Züchter, in der Rubrik "Zeitmessung / Bau einer Startampel (mit Zufallsgenerator)" auslassen, da mir persönlich hierfür das technische Verständnis fehlt.

Für die Impulserfassung ist generell eine Lichtschranke dem Impulsbahnstück vorzuziehen, da eine Lichtschranke weniger störanfällig (in unserem Fall überhaupt nicht störanfällig) ist. Für die Holzbahn Concept Vario werden von DS-Computers bereits 2- bis 8-spurige Lichtschranken angeboten.

Für die Holzbahn von Slot-Sports können die Lichtschranken für die Concept Vario verwendet werden. Auf Grund der etwas größeren Spurbreite sind hier jedoch einige Korrekturarbeiten notwendig. Genauere Erläuterungen erübrigen sich, denn wer die Lichtschranke zerlegt bzw. geöffnet hat, weiß zwangsläufig, was zu tun ist.

 

Stromversorgung:

 

Es soll der Hinweis nicht fehlen, dass auch bei der Holzbahn jede Fahrspur getrennt mit Strom versorgt oder ein stärkerer Transformator verwendet werden sollte, um für alle Beteiligten gleiche Vorraussetzungen zu schaffen. Nur so ist auszuschließen, dass auf einer Bahn plötzlich mehr Strom anliegt und man vielleicht sogar von der Strecke fliegt, wenn ein Mitfahrer vom Gas geht.

Sollten Spannungsverluste auftreten (s.o.), sind Zwischeneinspeisungen vorzunehmen.  

Allerdings sollte man sich von den unglücklichen Carrera Steckern verabschieden. Wir haben uns aus einer Kunststoffkiste eine sogenannte "Slot-Box" gebaut. Hier wurden einfach die Transformatoren eingesetzt und die Schaltfläche mit (mindestens 3-poligen) DIN-Buchsen versehen, die im Gegensatz zu anderen Buchsen sehr preiswert sind (Illustrationen dazu folgen in Kürze).

Die Handregler werden entsprechend auf DIN-Stecker umgerüstet.

Die Anschlüsse auf großen Club-Bahnen sind zwar anders ausgeführt (hier wird mit erheblich höheren Strömen gefahren), jedoch dürfte die vorgenannte Lösung für den Heimbahnfahrer völlig ausreichend sein - zumal ich hier zum Anschluss meines Handreglers nur einen Steckvorgang (anstatt drei Steckvorgängen) vornehmen muss.

 

 

So, jetzt viel Spaß beim Basteln und Fahren !!!

 

Wenn ihr andere Erfahrungen oder Verbesserungsvorschläge habt, lasst es uns wissen. Wir werden diese dann in unsere "Tipps und Tricks" mit aufnehmen.

 

 

 

 

RZ