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Das Resine-Kit

Endlich ist es soweit – der SLOT KELLER baut einen 1:32 Slotcar aus Resine !!!

Ja ja, ich weiß genau, was jetzt die Meisten denken: Zu schwierig und zu teuer!!! Diese Bedenken will ich erst mal ausräumen bzw. relativieren:  Die nachfolgend beschriebene Entstehung eines Resine-Slotcars entbehrt (insbesondere in der Lackierungsmethode) jeglicher Profi-Grundlage und ist für Jedermann machbar. So mancher altgedienter Modellbauer wird zwar hier und da die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – aber auf das Ergebnis kommt es an.

Teuer ist die Sache nur relativ. Gut -  vorerst fallen neben den Kosten für den Resine-Body (incl. Decals und Beschlagteile ca. 80,- DM) noch Pinsel, Farbe und  Kleber an. Das benötigte Werkzeug (sehr wichtig: ein Cutter) dürfte in jedem Haushalt vorhanden sein. Dazu kommt noch das passende Fahrwerk mit Motor, Rädern, Motorhalter und Leitkiel.

Tipp: Hier seit ihr meistens besser bedient, wenn ihr euch einen kompletten Slotcar mit entsprechendem Fahrwerk holt, denn das ist kaum teurer. Dazu habt ihr noch ein Ersatzhäuschen übrig (zum verheizen oder verkaufen) und die Vitrine für euer Resine-Modell ist auch schon da. Zugegeben - alleine Resine-Body und Fahrwerk verschlingen zusammen schon ca. 150,- DM. Dafür bekomme ich zwei ladenneue Slotcars und ich habe keine Arbeit. Stimmt! Aber diese Slotcars landen nach kurzer Zeit unter vielen anderen Slotcars in der Vitrine. Das wird deinem selbstgebautem Resine-Slotcar nicht passieren. Dieser ist ein Unikat und du wird jede Gelegenheit nutzen, ihn wieder hervorzuholen, anzuschauen und zu präsentieren.

 

 Überzeugt? Na dann weiter!

Zuerst stehe ich natürlich  vor der Frage, wo ich einen Resine-Kit herbekomme. Der Spielwarenladen von nebenan ist hier sicherlich die falsche Adresse. Erfahrungsgemäß bieten hier die einschlägigen Zeitschriften (wie z.B. die „Car-On-Line“)  beste Voraussetzungen, um fündig zu werden.

 Tipp: Hier will ich auch mal Werbung für unseren Slot-Dealer „Slot 32“ machen. Sein Angebot an  1:32er Resine-Kits  ist  überdurchschnittlich groß. Er ist zwar nie der Billigste – aber Lagerhaltung kostet halt. Zudem klappt immer alles problemlos und man erspart sich die lästige Herumtelefoniererei.

 Habe ich meinen Dealer gefunden, stellt sich die Frage nach dem Wunschmodell. Da kann ich kaum weiterhelfen. Nur soviel: Soll das Ding auf die Piste, kann flach, breit und langer Radstand nicht schaden. „Ersttäter“ sollten sich möglichst für ein Modell entscheiden, das eine einfarbige Lackierung aufweist und bei dem die aufzubringenden Decals  nicht zu großflächig ausfallen. Mehrfarbige Lackierungen sind erheblich aufwendiger und auch etwas schwieriger. Ganz am Ende wird hierauf noch mal gesondert eingegangen. Großflächige Decals müssen sich in der Regel an unregelmäßige Karosserierundungen und Ecken anpassen. Dazu braucht man einen entsprechen Weichmacher, den nicht jeder sofort zur Hand hat.

Tipp: Zur Not tut´sauch gereinigter Alkohol (in der Apotheke). Bitte an die Dosierung langsam herantasten, denn zuviel könnte den Lack anlösen. Habe ich dann das Objekt meiner Begierde auf meiner Werkbank stehen, geht´s endlich los:

Nach der Bestandsaufnahme werden  zuerst Resine-Body und Fahrwerk angepasst. Das heißt, die Bodengruppe wird (z.B. mit einem Cutter) auf die Umrisse des  Häuschens zugeschnitten. Danach werden die Schraubbefestigungen des Resine-Body so bearbeitet (kürzen oder durch Aufkleben von Unterlegscheiben verlängern), dass die Räder satt ins Radhaus passen. Räder und Achsen müssen gegebenenfalls so ausgerichtet werden (notfalls Achse kürzen), dass diese nicht zu weit über die Karosseriemaße  hinausragen. Nach dem Ausrichten von Häuschen und Bodengruppe werden durch die Schrauböffnungen der Bodengruppe hindurch die Bohrpunkte auf dem Resine-Body markiert. Nun werden die Löcher gebohrt (langsam an den Schraubendurchmesser herantasten) und der Resine-Body mit der  Bodengruppe verschraubt. Jetzt wird geprüft, ob sich die Räder frei in den Radhäusern drehen. Eventuell müssen die Radhäuser entsprechend nachgeschliffen werden. Auch Fenstereinsatz , Fahrereinsatz, Lampengläser, etc. sollten schon jetzt angepasst werden.

 

Hinweis: Es ist sehr verführerisch, sich erst ausschließlich der Bearbeitung und Lackierung des Resine Body zu widmen (ich hab´ da meine Erfahrungen). Passe ich allerdings erst später Body und Bodengruppe an, laufe ich Gefahr, unnötig auf der frisch lackierten Karrosserie herumzufingern oder sogar nachzuschleifen. Tja, das wäre geschafft!

 

Nun wird damit begonnen, den Resine-Body zu entgraten (Cutter/Schleifpapier) und anschließend zu schleifen. Schleifpapier mit 1000er Körnung hat  sich bewährt, da es für die anschließende Grundierung eine ausreichend raue Oberfläche schafft, ohne tiefe Kratzer zu hinterlassen..  Produktionsbedingte kleine Löcher oder Vertiefungen in der Karosserieoberfläche müssen vorher gespachtelt (oder z.B. mit Filler oder Grundierung ausgetupft) werden, bis eine glatte Oberfläche erreicht ist.

Hinweis:  Es ist empfehlenswert, Resine ausschließlich nass (am besten unter fließendem Wasser) zu schleifen, da der feine Resinestaub gesundheitsschädlich (gez. Dr. Tele-med.) sein soll.

So, der geschliffene und fettfreie Resine-Body kann nun grundiert werden. Hier kann Modellbau-Grundierung oder aber auch normale Grundierung aus dem Kfz.-Bereich genommen werden. Beim Kapitel Grundierung sind wir eigentlich schon beim wichtigsten Punkt, nämlich der Lackierung angelangt.

Grundsätze zur Lackierung: Die Güte der Lackierung ist sehr entscheidend für das spätere Gesamtbild. Jetzt hat natürlich nicht jeder eine Lackierpistole oder ein Airbrush-Set zur Hand - und ehrlich gesagt, mir war das immer zuviel Aufwand. Also hab´ich dann mal die gute alte Sprühdose ausprobiert - und siehe da, das Ergebnis war genauso gut. Wichtig ist jedoch hier auf gute Qualität (hinsichtlich Lack und Sprühkopf) zu achten. Gute Erfahrungen wurden bisher mit Farben von Dupli-Color und insbesondere mit Farben aus dem Kfz.-Fachhandel gemacht.

Achtung: Ist ist extrem wichtig nur Lacke mit gleicher Basis einzusetzen. Das heißt, Acryllacke dürfen auf keinen Fall mit Kunstharzlacken gemischt werden! Selbst nach vollständiger Aushärtung entstehen sonst Blasen oder Ähnliches!!!

Auch die oben erwähnten Dupli-Color Farben sind wohl als Kunstharz- und Acryllack erhältlich.

Sollte es dennoch passiert sein so schaut mal am Ende des Textes!

Habt ihr euch jetzt die Wunschfarbe besorgt, stellt sich die Frage: Wo wird lackiert? Die Lackierung im Haus ist problematisch, da die Lösungsmitteldämpfe durch das ganze Haus ziehen und die ganze Familie in Mitleidenschaft gezogen wird. Zudem werden im Haus (z. B. durch Heizung oder andere Umstände) viele Staubpartikel in der Schwebe gehalten. Das führt zu unschönen Staubeinschlüssen in der Lackierung. Also ab nach draußen !!! Hier gibt es auch erheblich weniger Probleme mit herumfliegenden Staubpartikeln und Flusen. Das Alles klingt für manchen zwar unglaublich – ich hab´s aber probiert. Für die Außenlackierung sollten 10° C (ideal 15° C) möglichst nicht unterschritten werden. Wenn´s allerdings doch mal etwas kälter ist, so ist das auch kein Beinbruch. Man sollte dann jedoch nicht sofort nach der Lackierung den Slotcar ins warme Haus bringen (Kondenswasserbildung), sondern den Lack erst draußen eine Weile aushärten lassen. Viel wichtiger ist, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit läßt den Lack ermatten. Wenn´s dann doch mal passiert ist, bügelt man den Fehler durch eine zweite Lackierung unter besseren Bedingungen wieder aus. Für alle weiteren Arbeiten (Schleifen, Wasserschiebebilder aufbringen, etc.) ist es sehr wichtig, dass die vorher aufgebrachte Lackschicht völlig ausgehärtet ist.

Tipp: Wer keine Geduld hat, kann den Aushärtungsvorgang beschleunigen, indem er den Resine-Body in den Umluft-Herd stellt. Wichtig ist jedoch, dass die eingestellte Temperatur  50° C nicht überschreitet. Resine ist sehr hitzeempfindlich und kann sich unter Umständen verziehen.. Aus diesem Grund sollte der Body auch auf einem ebenen Untergrund stehen.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie ich den Resine-Body beim Lackiervorgang festhalte, ohne die Karosserie zu berühren. Hier bieten sich kleine Feder-Zwingen an, die einfach an die Schraubenaufnahme der Karosserie geklemmt werden. Klemmt man dann eine zweite Zwinge an die Erste (s. Bild), kann später der lackierte Body auch wieder problemlos abgestellt werden. Das Aufbringen der Grundierung erfolgt in einem Sprühabstand von ca. 20 cm. Es werden in kurzen Abständen mehrere dünne Lackschichten aufgebracht, bis die Oberfläche glatt ist. Vorsicht: Eine zu dick aufgetragene Lackschicht könnte zu sogenannten Lacknasen führen. 

Nach dem Aushärten der Grundierung wird diese mit 1000er Schleifpapier nass geschliffen und anschließend in der vorgenannten Vorgehensweise die Wunschfarbe aufgebracht.

 Jetzt werden mit dem Pinsel und entsprechender Farbe die einzelnen Karosseriepartien (Fensterrahmen, Luftöffnungen, Türgriffe, etc.) bemalt. Um nicht unnötig auf der Karosserie herumzufingern, wird empfohlen, diese wieder mit den vorgenannten Federzwingen zu halten. Für diese Arbeiten ist man geneigt, auf die kleinen Farbdosen aus dem Modellbau (z.B. von Revel) zurückzugreifen. Diese sind aber (soviel ich weiß) überwiegend auf Kunstharzbasis hergestellt und vertragen sind nicht immer mit dem Acryllack aus der Spraydose. Sofern man die benötigte Farbe als Sprühlack hat, sprüht man einfach ein wenig in den Dosendeckel und entnimmt hieraus die Farbe mit dem Pinsel. Der Trocknungsvorgang ist zudem erheblich kürzer, als bei Kunstharzlacken

So, jetzt können endlich die Decals aufgebracht werden. Die Karosserie muss sauber und fettfrei sein. Die Decals werden ausgeschnitten und in einer mit Wasser gefüllten Schale  aufgeweicht.

Tipp: Zum Entnehmen und Aufbringen der aufgeweichten Decals ist wieder einmal unser Cutter-Messer sehr hilfreich. Mit diesem lassen sich die Decals aus dem Wasserbad nehmen, ohne mit den Fingern im Wasser ´rumzufischen.

Anschließend lassen sich die Decals einfach und zielgenau mit der Cutter-Spitze vom Trägerpapier auf die Karosserie schieben. Nach dem Ausrichten wird das überschüssige Wasser mit einem saugfähigen Tuch abgetupft. Hin und wieder gibt es Probleme, die Decals an Karosserierundungen anzulegen. Die Wenigsten haben dann einen speziellen Weichmacher zur Hand. Hier kann man sich mit einem Tropfen gereinigtem Alkohol (in der Apotheke) helfen, der die Decals etwas geschmeidiger macht. Man sollte sich jedoch langsam an die Dosierung herantasten, da nicht alle Decals auf bestimmte Dosierungen gleich reagieren. Zudem könnte bei zu starker Dosierung der Lack angelöst werden.

Tipp: Ein Tuch über den Zeigefinger spannen und in die Wasserschale tupfen. Anschließend ein wenig gereinigten Alkohol auf die angefeuchtete Fingerspitze geben und nun leicht die Decals abtupfen. In der Regel schmiegen sich die Decals jetzt der Karosserierundung an. Sollte es zu einer zu starken Reaktion kommen, wieder mit Zeigefinger / Tuch in die Wasserschale und die Decals nochmals betupfen. Diese Maßnahme streckt die Dosierung.

 Sind alle Decals aufgebracht, müssen diese gut trocknen, bevor der Klarlack aufgebracht wird. Die geringste Feuchtigkeit unterhalb der Decals führt beim Klarlackauftrag zu unschönen "Pickeln". 

Auftragen des Klarlacks:  Problemlos wäre der Auftrag von einem 2-Komponenten Lack. Dieser würde die Decals nicht anlösen und glatt aushärten. Soviel ich weiß, ist man dann aber wieder an Profi-Gerät (Airbrush oder Lackierpistole) gebunden, da mir ein 2-Komponenten-Lack aus der Sprühdose nicht bekannt (und vielleicht auch nicht machbar) ist. Wenn hier jemand doch eine Quelle hat, wäre ich für eine Info sehr dankbar. Das Beste, was ich bisher hatte (so gut wie keine Reaktion der Decals), war ein Sprühlack, der jedoch nur aus Japan zu beziehen und mit DM 25,- sehr teuer ist. Bei Interesse kann die Bezugsquelle bei uns erfragt (Hansi) werden. Jetzt sind wir aber erst mal an die gute alte Sprühdose "aus deutschen Landen" gebunden. Die hier enthaltenen Lösungsmittel können jedoch bei einigen Decals zu ungewollten Reaktionen führen. Es ist daher ratsam, erst mehrere hauchdünne Schichten Sprühnebel auf die Karosserie zu sprühen und diese jeweils aushärten zu lassen. So wird vermieden, dass zuviel Lösungsmittel auf die Decals gelangen. Das sieht zwar anfangs nicht sehr schön aus (Orangenhaut), ist aber normal.

Wenn du in Zukunft direkt nach dem Lackieren merkst, dass die Decals reagieren, könnt Ihr (wie ganz unten unter Pkt. 3 beschrieben)auch sofort versuchen, die Decals wieder glatt zu bekommen, indem du sie mit z.B. einem nicht zu spitzen Nagel punktuell wieder herunterdrückst. Das dabei die Klarlackschicht beschädigt wird, ist zwar ärgerlich, aber wie oben beschrieben, eher zweitrangig.

 Erst jetzt wird die eigentliche Klarlack-Deckschicht aufgebracht. Für ein optimales Finish wird die Karosserie nach Aushärtung noch mal mit 1000er Schleifpapier überschliffen. So werden die hauchdünnen Erhebungen der Decals nochmals minimiert. Jetzt folgt die Schlusslackierung.

Nun geht es zum Endspurt: Die Karosserie wird komplettiert. Scheibeneinsatz, der lackierte Fahrereinsatz mit Fahrer, Lampengläser und gegebenenfalls mitgelieferte Fotoätzteile werden eingeklebt.

Tipp: Hier empfiehlt sich 2-Komponentenkleber, der schnell und glasklar aushärtet. Auf Sekundenkleber sollte insbesondere beim Einkleben von Lampengläsern und Fenstereinsätzen verzichtet werden, da dieser im Bereich der Klebestellen einen unschönen  Nebel hinterlässt.

 

So, jetzt nur noch Karosserie auf die Bodengruppe schrauben – und fertig !!! Wer seinen Boliden auf die Schlitz-Piste bringen will, schaut mal in unsere Tipps und Tricks „Fahrzeuge“ ( ihr wisst schon: Magnet ´raus, Blei ´rein, Reifen schleifen, etc.).

Die eventuelle Ausschmückung Eurer Vitrine ist Eurer Fantasie überlassen...

So Leute, wie bereits angedroht, noch ein paar Sätze zur Mehrfarbenlackierung:
 
Hier gehen wir mal von unserem oben gezeigten Riley & Scott aus, der in den drei Farben Blau, Rot und Weiß lackiert wird. In diesem Fall hatte ich mich bezüglich des ersten Lackiervorgangs für die Farbe Weiß entschieden. Zum Einen,  weil ein Großteil der Karosseriefläche weiss ist, zum Anderen - und das war der Hauptgrund - , weil Weiss ein idealer Untergrund für die nachfolgend aufzutragenden Lackschichten ist. Durch den weissen Untergrund werden die anderen Farben erheblich brillanter strahlen (insbesondere bei Rot). Nachdem die weisse Schicht ausgehärtet ist, wird der Body entsprechend der nachfolgenden Farbschicht so abgeklebt, dass nur noch die zu lackierende Fläche frei liegt. Da der Sprühnebel auch durch die kleinsten Ritzen dringt, muß sehr sorgfältig (möglichst auch von unten) abgeklebt werden. Anschließend wird die nachfolgende Farbschicht - in unserem Fall Blau - in mehreren dünnen Sprühnebelschichten aufgebracht. Dünne Schichten sind sehr wichtig, da der Lack sonst unter das Abklebeband laufen könnte. Es ist lediglich wichtig, dass der Lack richtig deckt. Die Oberfläche muß hier noch nicht glatt und glänzend sein. Dieses wird dann (wie später beschrieben) durch Schleifen und Klarlack erreicht. Nach Antrocknung des zweiten Auftrags wird das Klebeband vorsichtig abgezogen und nach völliger Aushärtung in vorgenannter Weise die letzte Farbschicht - in unserem Fall Rot - aufgebracht. So, jetzt werdet ihr feststellen, dass sich an den Farbübergängen leichte unschöne Erhebungen gebildet haben, bei denen man geneigt ist, diese sofort wegzuschleifen, um einen stufenlosen  Übergang der Farben zu erreichen.

Tipp: Damit sollte man allerdings noch warten, da die Gefahr besteht , an den Übergängen durch etwas zuviel Schliff auf die darunterliegende Farbschicht zu stoßen. Ich empfehle daher, vor dem Schleifen eine Schicht Klarlack aufzubringen.  Jetzt ist das Schleifen der Übergänge relativ gefahrlos, da nur der Klarlack geglättet wird und die darunterliegenden Farbschichten geschützt sind.

Vor dem Aufbringen der Decals wird nochmals eine Schicht Klarlack aufgebracht, da die Decals auf geschliffenen Stellen nicht so gut halten. Wenn die Decals aufgebracht und richtig durchgetrocknet sind, wird abschließend wie zuvor (unter Einfarbenlackierung) beschrieben, verfahren.

Tja, wie ihr seht, ist das Alles recht aufwendig. Im oben genannten Fall sind es nicht weniger als 8 Lackschichten (incl. Grundierung), die aufgebracht wurden. Und bei der ewigen Warterei auf völlige Aushärtung der Lackschichten und Decals muß man einen langen Atem und viel Geduld haben.

Aber ich verspreche euch, wenn das Modell fertig ist, sind alle Mühen vergessen. Na dann versucht es mal. Wenn jemand durch unseren Beitrag angeregt wurde, seinen ersten Resine-Kit zu bauen,  würden wir uns freuen, wenn er uns das Endergebnis (vielleicht sogar in Form eines Fotos) zukommen lassen würde. Wir werden es dann auf dieser Seite "Ein Beitrag und seine Folgen" veröffentlichen. Viel Erfolg - Hansi Klaar

Zum Schluß noch ein paar Tipps wenn’s mal nicht so gut geklappt hat:

1. Die Oberfläche ist nur schwach uneben:
Nochmal einige “hauchdünne” Schichten Klarlack aufbringen, da ein sofortiger Schleifgang vmtl. die Decals beschädigen würde. Nach Durchtrocknung die Unebenheiten mit 1000er Schleifpapier glattschleifen und anschließend wie weiter oben beschrieben zur Endlackierung hinarbeiten.

2. Die Oberfläche ist mittelmäßig uneben:
Vorgehensweise wie unter Pkt. 1 beschrieben. Jedoch wird es sich dann nicht vermeiden lassen, dass die Decals an der einen oder anderen Stelle durchgeschliffen werden. An diesen Stellen kann dann aber mit Pinsel und entsprechender Farbe (zur Not kleine Portionen z.B. in Bierdeckeln selber mischen) nachgebessert werden. Das fällt dann später, wenn wieder Klarlack darauf ist, kaum noch auf.

3. Die Oberfläche ist stark uneben:
Tja, die Chancen einer Rettung sind eher schlecht bis aussichtslos. Was noch versucht werden kann, ist der Versuch, durch eine dicke Schicht Klarlack den darunterliegenden Lack wieder aufzuweichen bzw. anzulösen. Nach kurzer Zeit (wenn der Lack erst staubtrocken ist) kann dann versucht werden, die Decals auf die Karosserie zu drücken. Mit viel Glück bleiben die Decals dann glatt auf der Karosserieoberfläche. Sollte dieses glücken, sieht es anschließend zwar immer noch daramatisch aus (vmtl. dramatischer denn je), aber die beschädigte Klarlackschicht kann ja anschließend wieder (wie unter Pkt. 1 beschrieben) aufgearbeitet werden.

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