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Der Einstieg

Hallo Leute, ich möchte mich hier mal eine Runde über den Einstieg in unser schönes Hobby auslassen. Dieser Bericht beruht auf meiner persönlichen Erfahrungen unterstützt durch viele Fragen und Anregungen die von Euch hier in den Slotkeller getragen wurden. Das Ganze soll kein Vergleich zwischen verschiedenen Herstellern sein. Wenn ich hier Schienen von Carrera bevorzuge, dann weil ich der Meinung bin auf denen kann man am besten fahren. Ich versuche das dann auch zu erklären, es kann aber sein, dass ich dabei jemmand Anderen auf die Füße trete. Wenn ich also der Meinung bin, dass “Eure” Schienen nix sind, dann nehmt das nicht persönlich. Wenn ich eine E-Mail erhalte welches Schienensystem ich bevorzuge dann sage ich halt welches. Deshalb fangen wir auch gleich mit dem Schienensystem an. Vorher aber noch eines: Dieser Bericht ist meine (Roland) Meinung! Sie deckt sich nicht unbedingt immer mit der Meinung von den anderen Kellerkinder. Da ich die Seiten gestalte kann ich deren Meinung ja zensieren!! Hihi, freie Meinungsäußerung. Nicht hier! Spaß beiseite, in den meisten Punkten stimmen wir überein, sonst wäre die ganze Slotkellersache keine “Wir” Geschichte. Ich bleibe hier trotzdem beim ich. Wenn wir irgendwo weit auseinander liegen werde ich es ebenfalls erwähnen.

So dann fangen wir mal mit den Schienen an. Wie Ihr beim stöbern im Keller feststellen könnt ist unsere 1.Wahl die Holzbahn. Das wird wohl auch auf Dauer so bleiben. Eine Holzbahn hat irgendwie so was endgültiges. Man muss sich schon beim Kauf darüber klar sein, was man will und wie die Strecke aussehen soll. Unsere Strecke wie sie zur Zeit genutzt wird (Siehe “Der Keller / Die Strecke”) stammt aus Hansi`s Feder. Er kam damals auf die Idee mit der Holzbahn. Nach dem wir dann einige Streckenvorschläge durchdiskutiert haben, kamen wir zu diesem Layout. Wir sind auch heute nach 3 Jahren nicht unglücklich mit der damaligen Entscheidung! (Obwohl wir gerade zwei neue Bahnen planen, aber dazu später mehr!)

Da aber nicht jeder so stark angekitscht ist wie wir, wollen wir uns mal über die anderen Schienen unterhalten. Bei einer Neuanschaffung kommen für mich nur 1,5 Systeme in Frage. Carrera (Exclusiv oder Evolution spielt keine Rolle, da die Schienen gleich sind) oder Notfalls Ninco. Wer plant länger bei seinem Hobby zu bleiben, dem empfehle ich auf jeden Fall Carrera. Die Schienen haben die beste Oberfläche zum Fahren. Sie haben den größten Spurabstand (Ermöglichen so auch den Betrieb von 1:24’ern!) und die Stromleiter sind aus Edelstahl, dass heißt sie vergammeln nicht. Selbst Regen macht nicht viel aus. Lediglich pralle Sonne hat uns mal etwas “Bruch” geliefert. (Allerdings war das in Frankreich bei ca. 175 Grad in der Sonne!). Der Nachteil der Edelstahl Stromleiter ist eine etwas schlechtere Leitfähigkeit. Deshalb braucht die Exclusiv auch mehr Zwischeneinspeisungen als andere Bahnen. Sie braucht auch mehr “Liebe” beim Auf- und Abbau, sodass alle Verbindungszapfen dran bleiben. Aber da ich mich hier ja hauptsächlich mit den Dauerhaften unter Euch unterhalten will, reden wir nicht über ständigen Auf- und Abbau. Damit bleibt dann nur noch zu sagen, dass die Exclusiv nur bedingt trittfest ist. Das heißt, dass gerade bei Kids Vorsicht geboten ist. In den Vor- und Nachteilen der Exclusiv ist dann auch der Grund für eine eventuelle Ninco Bahn enthalten. Sie ist aus “Gummi-Lutsch” oder “Tupperware” Plastik. Das heisst sie ist extrem strapazierfähig. Ordentlich befahrbar ist sie nur wenn man sie ganz glatt auslegt und alle Hügel Knicke und Falten aus dem Platik “streichelt”. Dann noch etwas Cockpit Spray drauf um den Gripp zu mindern und los geht es. Auf- und Abbau ist sehr einfach, Zwischeneinspeisungen nur bei langen Strecken nötig.

Wenn wir uns für ein Schienensystem entschieden haben, kommt doch gleich die nächste Frage auf: Welche Regler verwenden wir. Leider muss ich sagen, dass alle mitgelieferten “Drücker” ziemlich schlecht sind. Lediglich die Ninco-Pistole mit Bremse ist eventuell erträglich. Allerdings ist der Widerstand mit 65-70 Ohm eigentlich unbrauchbar. Was also tun? Inzwischen haben viele Hersteller zusätzliche Regler im Programm. Da ich keinen von denen jemals getestet habe, kann ich über deren Qualität nichts sagen. Allerdings schrecken mich deren Preise auch ab. Bevor ich mir ein “Carrera Extrem Control” für 90 DM kaufe, gehe ich lieber einen andern Weg. Pistolenregler kommen für mich nicht in Frage, da ich mich einfach nicht an sie gewöhnen kann. Sie sind bei den meisten Slottern allerdings die 1. Wahl. Kommen wir jetzt zu unseren Reglern. Die MRRC-Daumenregler. Sie liegen nicht ganz so gut in der Hand wie die Carrera-Regler, dafür funktionieren sie aber besser. Selbstverständlich haben sie eine Bremse. Ohne Bremsen kann man schließlich nicht ordentlich fahren. Es gibt sie in X-belibigen Farben und mit Widerständen von 2,5-65 Ohm. Wir verwenden hauptsächlich 25 Ohm. Damit kann man eigentlich auf jeder Strecke sowohl 1:32’er als auch 1:24’er fahren. Diese Ausage bezieht sich auf Serienmotoren. Ein Fox geht auch ohne Probleme, ab dem Cheetah wird es langsam kritisch. Mit ihm kann man nur schwer langsam fahren, da man die Regler mehr als halb eindrücken muss damit der Wagen anfährt. Bei den 1:24’ern sind der Original Carrera sowie der Exclusiv Tuning Motor genau so OK wie der schwarze Bühler, der Racegold, der Scaleauto SC02 und der etwas heißere Bison. Allerdings hat der Regler auch Nachteile: Er hat ein sehr kurzes Kabel und keinerlei Stecker. Da ist also löten angesagt. Das ist nicht wirklich ein Problem. Schlimmer ist da, dass die Verarbeitung teilweise stark zu wünschen über läßt. An so manchem Regler mussten wir den Schleifkontakt in eine andere Position löten, da er sonst bei Vollgas verbiegt. Der Hub der Regler ist nicht immer richtig eingestellt. Aber man wächst ja mit der Zeit. Ist all dies erst mal erledigt, braucht der Regler nur noch gelegentlich etwas Schmierung am Schafft, sonst quietscht es beim Fahren.

Da wir beim Regler ja schon angesprochen haben das die Teilweise keine Stecker haben, stellt sich die Frage, welche Stecker man nehmen soll. Viele schwören da auf die “Internationale” Anschlussbelegung. Das sind einfach drei Bananastecker die in entsprechende Buchsen gesteckt werden. Ist ja schön und gut, aber ich bin schon auf mehreren “Internationalen” Bahnen gefahren, die doch tatsächlich unterschiedlich aufgelegt waren. Bei entsprechendem Netzteil führt der falsche Anschluss zum sofortigen Ende des Reglers! Insbesondere bei elektronischen Reglern ist hier große Vorsicht geboten. Da bei Hansi im (Slot)keller aber auch Kids ihre Runden drehen kam für uns der “Internationale” Anschluss nicht in Frage. Also entschieden wir uns für 5pol DIN-Stecker, wie man sie von älteren Stereoanlagen kennt. Diese Stecker sind billig verpolungssicher und haben ein Kontaktbelastung von 3A. Das reicht für alle normalen Autos aus. Selbst ein Super 16 D Motor geht problemslos. Wir haben diesen Din Anschluss an unserer Holzbahn, an der Gartenbahn, an meiner Ex-Profi, an der Ninco und an einer kleinen Racy, die mein Neffe für gewöhnlich tracktiert wenn er zu Besuch ist. Somit haben wir ein Stecksystem für alle Bahnen. Regler hier ab, da dran. Ohne Adapter ohne fummeln. Unter “Tipps+Tricks / Elektronik / Anschlussschiene” seht Ihr wir wir das ganze angeschlossen haben.

Wenn wir jetzt den Regler an der aufgebauten Bahn haben fehlt uns als nächstes der Strom. Bei uns kommt der Strom bekanntlich aus der Steckdose, aber der ist zu krass für unsere Autos. Also muss ein Trafo oder Ähnliches her. Dabei gibt es einiges zu beachten. In unseren Augen ist das allerwichtigste eine getrennt Einspeisung für jede Spur. Nur so kann man bei einem Trafo den Einfluss einer anderen Spur auf die eigene ausschließen. Sonst kann es passieren, das ein Auto abfliegt und man selbst auch in den Kies muss, da die Bahnspannung plötzlich höher wird. Das trifft insbesondere auf die ganzen Steckernetzteile zu, die von den Herstellen beigepackt werden. Eine Ausnahme ist hier das Carreranetzteil. Ist zwar auch kein Highlight, aber hat getrennte Einspeisungen pro Spur. Außerdem schreit der Vielfahrer irgendwann nach einer regelbaren Bahnspannung. Dieser ca. 15 Volt Kompromiss ist ja nicht so schlecht, aber ein Fox oder ein Cheetah wollen eigentlich nur 12 Volt, ein 1:24’er hätte aber gerne 15-18 oder gar 20 Volt. Da sind die schaltbaren Carrera Trafos nicht schlecht. (Gibt es aber nur noch auf dem Trödelmarkt) . Natürlich einen für jede Spur. Wer sich sicher ist immer auf allen Spuren mit der selben Spannung zu fahren, der kann auch einen anderen Weg gehen. Ein GEREGLTES Netzteil für alle Spuren. Das sollte dann für alles Normale ca. 2 Ampere pro Spur haben. Und es muss geregelt sein. Das heißt egal welcher Strom fließt, die Spannung bleibt immer gleich. Dadurch können alle Spuren an einem Netzteil angeschlossen werden. Die bessere Lösung ist natürlich ein geregeltes Netzteil für jede Spur. Dann kann man nämlich mit unterschiedlichen Autos zusammen fahren, da man Notfalls die eine oder andere Spur etwas schneller oder langsamer machen kann. Damit kommen wir dann zur optimalen Lösung. Ein Netzteil für jede Spur wo man die Spannung genau in 10tel Volt-Schritten einstellen kann. Siehe auch “Tipps+Tricks / Elektronik / Netzteil” Hier kann man jede Spur genaustens einstellen. Bei uns bedeuten 0,1 Volt im Schnitt ca. 0,05 Sekunden. Damit kann man dann wirklich ein bunt gemischtes Feld an Autos und Motoren auf die Bahn bringen.

Damit haben wir dann alles was man braucht um ein paar Runden zu drehen. Allerdings gibt es noch eine Kleinigkeit die Carrerabahn spielen zum Slotracing macht. Die Zeitmessung: Nur so ist es möglich eine brauchbare Aussage über Fahrkunst, Tuningerfolg und Leistungen verschiedener Autos zu machen. Da kann man auch viele verschiedene Wege gehen. Den Leuten die länger dabei bleiben wollen, würde ich einen weiteren meiner Ergüsse empfehlen. “Tipps + Tricks / Zeitmessung”. Dort geht es um Computer und Stand-Alone Zeitnahmen. Wer allerdings nur gelegentlich mal ne Runde dreht, kommt vielleicht auch mit einen der einfacheren Systeme aus, die von vielen Bahnherstellern geliefert werden.

Selbst ein “Einfachst-System” wie das von Artin / Racy bringt schon eine Menge mehr Spaß beim Fahren und Basteln. Natürlich hat man da viele Einschränkungen, aber manch einer wird überrascht sein wie schnall man mit Zeitmessung lernt schneller zu fahren! Ich war es auch!

 

So wer jetzt noch Fragen hat, kann uns gerne Mailen

 

Nochmal zum Schluss: Aller hier geschreibenen Dinge sind meine persönliche Erfahrung. Ich sehe die Dinge so und nicht anders. Ihr könnt mir natürlich auch gerne Kritik und Schellte senden, drucke ich aus und werfe sie weg!! :-)))

 

Roland

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