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Fly-Capri

Noch länger erwartet als so manche Ankündigung im Slotkeller: Der Fly Gruppe 5 Capri.
Als ehemaliger Caprifahrer warte ich natürlich schon lange auf diese Geräte! Natürlich hatte ich die Hoffnung, dass Fly mal mit der Tradition bricht, und den Motor hinten einbaut! Leider war dem nicht so. Schade eigentlich.

Die optische Erscheinung ist natürlich wieder vom Feinsten. Auch wenn stellenweise die Proportionen nicht richtig getroffen sind. Das ist mir allerdings relativ egal! Das Ding soll ja fahren.

Wer fuhr das Ding doch gleich?

Die gute alte Schlabber-Radaufhängung!

So breit war ich schon lange nicht mehr!

Bremsenbelüftung a la Fly!

Die Felgen: Ein Traum für Sammler! Aber zum fahren....

Aber der Capri soll ja nicht nur schön sein, sondern auch (schnell) fahren. Dazu muss man das Gerät kurz zerlegen. (Richtig zerlegen!)

So sieht das ganze doch gleich besser aus!

Als allererstes fiel auf, dass die Hinterreifen im Radhaus schliffen. Da muss man dann die Kanten der Reifen etwas wegschleifen. Falls das nicht reicht müssen die Räder etwas weiter auf die Achse aufgeschoben werden, was bei meinem Exemplar problemlos funktionieret.

Dazu gelernt: Endlich Messing-Achslager bei Fly!
Nicht gelernt: Die Räder sind leider nur schön aber nicht Rund.

Gelernt: Wofür mögen wohl die 3mm Bohrungen sein, die genau hinter den Lampen der Karosserie sitzen?

Gelernt: Die Vorderradaufhängung hat jetzt weniger Schwenkbereich als bei der Corvette.
Nicht gelernt: Das ist immer noch zuviel!

Hoffnungslos: Das mit dem Frontmotor geht mir langsam aber sicher auf ein faltiges Körperteil, das Frauen nicht haben!! Hier ausserdem zu sehen, dass der Schwenkbereich des Leitkiels vergrössert wurde (Von uns natürlich!)

Obwohl die Räder unrund sind, habe ich sie drauf gelassen, da sie doch sehr schön sind und mit geschliffenen Moosgummis sollte es Dank “Fly-Frontmotor-Power” auch so gehen. Dazu habe ich dann ca. 15 Gramm Blei auf die Hinterachse gepackt.

Zum Schluss dann noch die Bodengruppe zurechtschleifen, sodass die Karosse schön leichtgängig auf die Bodengruppe passt. Beim Zusammenbau decken die Bohrungen in der Bodengruppe sich nicht mit den Stegen im Oberteil! Insbesondere hinten war es nicht möglich eine Leichtgängigkeit der Karosse zu erreichen. Aber dat nützt ja nu nix, so kam er dann auf die Bahn.

Also ab in den Slotkeller auf die Holzbahn. Oh jehhh was ein Grauss! Ein lahmer hoppelnder Dauerkipper. Also alle schlechten Eigenschaften in einem Auto.

Zu meiner Verwunderung wurde das Hoppeln stark gemindert durch das entfernen der Voderreifen. Dabei konnte man dann sehen, dass die Rad-Reifen Kombi sehr krumm war! Die Kippneigung des Autos wurde ohne die Vorderreifen noch schlimmer, was auch logisch ist.

Das heisst also, dass da noch mal gut Hand angelegt werden muss. Dazu werden die Vorderachsschwingen festgeklebt und Moosis vorne aufgezogen. Vielleicht mach ich die Schüssel auch noch was schwerer. Mal sehen.

Nach diesem miesen Ergebnis habe ich dann ein NC2 in den Capri hinten längs eingebaut. Danach waren die Fahrleistungen zwar OK, aber eigentlich sollte der Capri ja mit den Gruppe 5 Lancia’s über die Bahn ziehen. Da diese aber Sidewinder sind, musste auch beim Capri ne andere Lösung her:

Umbau auf Sidewinder.

Für Hansi kam die Lösung mit NC2 nicht in Frage, also kam was kommen musste.

Der Capri wurde komplett auf Sidewinderantrieb umgebaut. Die beste Lösung scheint einen Fly-Motorhalter vom Porsche GT1/Joest-Porsche einzukleben. Zu dem Motorhalter kauft man sich noch ´ne entsprechende Hinterachse (Porsche GT 1 oder Joest) mit Spurzahnrad. Hierauf passen dann auch die Original-Felgen. Auf den Motor muss nach der Demontage der Kardanwelle ein 11er Ritzel. Das gute an dem Fly Motorhalter ist, dass man den Motor schnell mal wechseln kann (was bei eingeklebten Motor immer langwierig ist). Zudem sind die Hinterachshalter im Motorhalter integriert !!!! Eine feine und stabile Sache.

Gut zu sehen: das 11er Motorritzel.

Nachdem man im hinteren Bereich der Capri Bodenplatte alles weggeschnitten hat, was dem Motorhalter im Wege steht, wird dieser mit Achse ausgerichtet, mit einem Bleistift ummalt und die gekennzeichneten Bereiche auf der Motorplatte mit Sekundenkleber-GEL !! eingestrichen. Danach wird der Motorhalter genau in den markierten Bereich gelegt und festgedrückt. Das hält in diesem Fall besser, als 2-Komponentenkleber. Mit Sekundenkleber (Gel lässt sich wenigstens noch 1-2 Sekunden korrigieren) muss man aber von Anfang an exakt arbeiten, da hier spätere Korrekturen nicht mehr möglich sind.

Wie gesagt: Der Motorträger muss beim ersten Versuch richtig sitzen!!!!

Der Fahrereinsatz ist ebenfalls bis auf das Nötigste im sichtbaren Bereich auszuräumen. Wir haben nur noch das Armaturenbrett und den Fahrer (mit Lenkrad am Armaturenbrett befestigt (2-K-Kleber) im Innenraum. Unter das Heckfenster ist nur ´ne dünne schwarze Kunststoffplatte geklebt. Alles in allem eine satte Gewichtserleichterung, die den Schwerpunkt erheblich nach unten bringt. Die sichtbaren weißen, grünen oder orangen Bereiche im Innenraum können mit Farbe geschwärzt werden.

Der Auspuff wird von der Bodengruppe entfernt und mit 2K-Kleber an die Karosserie geklebt.

Ansonsten erhielt auch der Capri das Slotkeller Standartprogramm: Zu allererst mal unsere selbstgebauten Mattenmoosies. Auch die Räder müssen meistens durch das “Krumme Räder” Programm.

Genau so wichtig ist auch das Entkoppeln der Karosse von der Bodengruppe. Dazu wird die Bodengruppe rund herum mindestens 1 mm abgeschliffen und die Löcher der Schrauben auf 3mm aufgebohrt. Wenn man jetzt die Schrauben nicht ganz fest zieht, kann sich die Karosserie gegenüber den Chassis etwas bewegen. Dadurch wird das Auto leiser, eventuelles hoppeln der Hinterachse wird weniger und die Kurvengeschwindikeiten werden höher.

Gut zu erkennen: Die aufgebohrten Löcher der Karosseriebefestigung.

Da unser Motor jetzt hinten ist, haben wir vorne Platz für eine durchgehende Achse. Diese sorgt gegenüber den Wackelachsschenkel für eine wesentlich kleinere Kippneigung des Capri.

Die Moosgummireifen vorne dienen in der Hauptsache nur einem leiseren Lauf. Ausserdem lassen sie sich leichter schleifen.

Mit all diesen Massnahmen sollte der Capri auf jeden Fall beim Lancia mit halten können. Bei uns war es eher so, das jetzt der Lancia auch ne Überarbeitung nötig hat.

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