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Fly Tuning Cars

HÄ wat is dat dann?? Schon wieder ein GT1 98 von Fly? Dann auch noch ohne Bedruckung?

Das Ding hat angeblich innere Werte. Ist ja ein Tuning-Model. Ach so, na dann her damit. Als ich das Gerät dann im Web bei Kicherer gesehen habe musste ich direkt ordern. Sonntags bestellt, Dienstag Mittag lag das Paket auf dem Tisch! Da kann sich manch einer ne Scheibe von abschneiden.

Zuerst mussten mal beide Modelle auf die Waage. Der Tuning Wagen hat ja laut Verpackung eine um 25% leichtere Karosse. Der Gewichtsvergleich zeigte aber nur ca. 2 Gramm Unterschied. Da musste ich doch mal Hand anlegen, und die Teile komplett zerlegen. Zuerst sollten die beiden Karossen auf die Waage.

Hier sah man dann schon eindeutig, wo der Hase lang läuft. 32 Gramm für die normale, nur 20 Gramm für die Tuning Karosse. Das lässt auf sehr gute Fahreigenschaften hoffen. Diese Einsparung entstehen wohl hauptsächlich durch den neuen Fahrereinsatz.

Die leichte Version hat nicht mehr den für Fly üblichen ausgeformten Hartplastikeinsatz, sondern nur eine leichte Lexan Attrappe. Trotzdem ist aber eine Fahrerfigur im Auto.

Weiterhin wurde auch auf die Motor und Auspuffattrappe verzichtet. Hier ist ebenfalls nur schwarzes Lexan verbaut. Auch das Lüftungsgitter vorne besteht aus Lexan.

Jetzt mussten die Bodengruppen auf die Waage. Hier war der Unterschied im Gesamtgewicht dann umgekehrt wie bei den Karossen. War ja auch irgendwie logisch.

Darauf hin habe ich dann die Teile weiter zerlegt und nur die Bodenplatten an sich auf die Waage gebracht.

Die Tuning-Ausführung ist ca 4 Gramm schwerer. Dafür ist sie aber auch erheblich steifer als die normale. Der Leitkiel wird nun tiefer versenkt. So wir die Nase des Wagens später näher an der Schiene sein. Obwohl der neue Motor eine andere Bauform hat, sind die Motorhalterungen beider Bodenplatten identisch. So kann man wahlweise den normalen oder den Tuningmotor einbauen. Der Motor sollte so auch in die anderen Fly’s mit Heckmotor passen.

Deutlich zu sehen: Die neue Leitkielaufnahme rechts. Auch die Oberfläche des Kunststoffes ist ganz anders. Neu auch die schmäleren Vorderräder.

Leider ist es jedoch unmöglich die neuen Reifen auch auf die Räder zu bringen. Zumindest bei meinem Modell Flutschen die Vorderreifen immer von den Felgen. Vorne ist jetzt auch mal wieder eine Achse eingebaut. Wofür allerdings die Messingteile auf der Achse sein sollen, verstehe ich nicht. 

Die Vorderachse samt Messingteile trägt auch zum höheren Gewicht bei. Den Rest besorgt dann der neue Motor. Dieser soll deutlich bessere Fahrleistungen ermöglichen. Das muss er allerdings erst mal unter Beweis stellen.

So nun durchläuft das Ding eigentlich den normalen Slotkeller-Tuning-Prozess. Das heißt Bodengruppe abschleifen, damit die Karosse leichtgängig zu montieren ist. Hierbei gibt es dann auch gleich das größte Problem. Der neu Kunststoff der Karosse ist sehr weich. Offensichtlich verzieht sich die Karosse wenn sie nicht angeschraubt ist. Außerdem sitzt sie etwas zu weit nach vorne, sodass die Räder nicht genau in der Mitte der Radhäuser stehen. Aber solange sie die Karosserie nicht berühren sollte das zum Fahren OK sein. Dann eine Runde Blei einwerfen und die Bodengruppe ist fertig. Ich habe bewusst auf das Erweitern des Leitkielschwenkbereiches verzichtet. Das kann man immer noch nachholen.

Beim Gewicht habe ich mal ca. 16 Gramm eingelegt, sodass der Tuning-GT1 98 mit normalem Motor auf ca. 95 Gramm kommt. das ist das selbe wie in meinen anderen GT1 98 mit Serienmotor. Schließlich sollte beim ersten Test nicht der Race Motor Einsatz finden, sondern ein normaler, damit man die Ergebnisse vergleichen kann.

Natürlich kommen auch die Slotkeller-Moosies zum Einatz. Vorne wie hinten! Die Messinggewichte an der Vorderachse bleiben erst mal dran. Um die Hinteren Walzen entsprechend breit ausführen zu können habe ich die Bodengruppe im Bereich der Reifen bis zur Längsstrebe abgefeilt. (Unten zu sehen.) Den Motor hält ein Krepp-Klebeband, damit man ihn leichter wechseln kann. Ein Wort noch zu den Räder: Sie waren wie immer unrund. Oftmals hilft es da die Räder auf der Achse zu verdrehen, da die Achsen auch nie rund sind. Gesagt getan und Überraschung: Die Räder waren extrem fest, nach leichtem drehen ganz los! Schade eigentlich. Fly hat die Achsen gerändelt. Nach dem ich die optimale Stellung der Felgen gefunden hatte musste ich sie mit Sekundenkleber befestigen. Rund genug waren sie dann auch!

Nachdem die Reifen geschliffen wurden sollte alles klar sein für den Test am Freitag. Heute war aber erst Donnerstag und ich war heiß: Ich wollte wissen, ob alles soweit OK ist um am Freitag den heißen?? Motor zu testen.

So sieht er nun aus: Blei drinne, Moosies drauf und normaler Fly Motor. Ich musste unbedingt heute die Probefahrt machen. Also Gegner gesucht und gefunden und ab zu Hansi auf die Holzbahn.

Obwohl die Bahn ohne Reinigung nicht die besten Bedingungen bietet, kann man auf jeden Fall das Fahrverhalten der Boliden beurteilen. Nachdem die neuen Moosies eingefahren waren fuhr die Tuning-Karre gemütliche 5,5 Sekunden. Was sich sehr schnell herausstellte war die Tatsache, dass der Schwenkbereich des Leitkiels zu klein ist. Wenn das Heck nur leicht wedelt springt der Wagen aus dem Slot. Das heißt zum einen, dass der Leitkiel länger werden (einmal durch den Schraubstock, dann ist er lang und platt!) und wenn möglich der Schwenkbereich größer werden muss.

Der normale GT1/98 ist ja schon sehr gutmütig, der Tuning ist absolut schmerzfrei. Damit kann man unsere Piste im Schlaf befahren. Die Rundenzeiten des normalen liegen bei 5,6 Sekunden. Na da freue ich mich ja schon auf Freitag mit den heißen Motor. Allerdings befürchte ich, dass Fly hier auf ein Fox (oder baugleich: ProSlot EVO 4) gesetzt hat. Jedenfalls sind die Maße und das Gewicht identisch. Nach dem Entfernen des Fly-Tuning-Etikett vom Motor heißt dieser Mabuchi FK-130-SH. Genau wie ein Fox. (Der Cheetah hat aber die selbe Bezeichnung) Wenn dem so sein sollte, ist der Wagen viel zu lang übersetzt. Das wird sich dann Freitag rausstellen.

Tja der Fahrtest am Freitag ist leider nicht so gut ausgefallen wie ich mir erhofft hatte. Das Auto ist träge beim Beschleunigen, erreicht auf unser Bahn nicht seine Endgeschwindigkeit. Da aber die Bahn eh nicht sonderlich gut war, wollte ich von weiteren Tuningmassnahmen absehen. Samstag war dann Ladeneröffnung bei Marc Jäger. Auf dessen Bahn fuhr der Wagen aber genau so wie im Keller bei uns. Das heißt zum nächsten Rennabend muss ne neue Übersetzung her. Ob dem aber noch vor Le Mans so ist, bleibt fraglich.

Also wieder warten

 

Roland

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