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Geht nicht? Gibt’s nicht!

So da wären wir mal wieder im Slotkeller. Viele von Euch wissen ja schon, dass wir immer versuchen unsere Slotcars auf die Bahn zu bringen. Selbst die grausamsten Krücken müssen bei uns ihren “Mann” (oder auch Frau) stehen. Natürlich weiß jeder ambitionierte Slotter das es hoffnungslose Fälle gibt. Aber gerade das lässt manch einem keine Ruhe. Wäre ich in meinen kühnsten Träumen im Leben niemals nicht auf die Idee gekommen mir so ne Karre zu kaufen, war es für Hansi überhaupt keine Frage. Zu ordentlichen Konditionen musste wenigstens einer der stromlinienförmigen Carrera Avus-Boliden in den Keller. (Dank EBay wurde es aber gleich beide!)

Also ich kann diesen Autos überhaupt garnichts abverlangen. Aber als ich mal beim RWE in Ahrweiler war, da gab es Einen, der fuhr mit so einen Boliden auf unserer Gartenbahn. Allerdings nur ein paar Runden, danach wurde die Sache doch zu peinlich. Immerhin hat die Karre ein paar Trennscheiben als Reifen. Wenn Du so ne Schüssel auf einer Exclusivbahn mit 20 Volt fährst, musst Du aufpassen das die durchdrehenden Räder kein Loch in die Schienen brennen. Ich glaube die Reifen sind etwa viereinhalb Millimeter breit.

Aber da Hansi ja bekannter weise vor nichts zurück schreckt (Wir nennen es “SCHMERZFREI”) hat er sich auch dieser Boliden angenommen. Das Ziel war es, die Schleuder von etwa 10-12 Sekunden pro Runde auf eine erträgliche Zeit zu bringen. Unsere normalen Carrera Hartplastik Wagen bringen es auf etwa 5,3 Sekunden. Das ist wohl für dieses Teil unerreichbar! Aber eine Zeit mit einer 6 vorne sollte gehen. 

Also musste der Mercedes das ganze Programm mit machen. Wenn Ihr mehr Details braucht, schaut mal in den Bericht vom Exclusiv R8. Grob umrissen heißt das ganze Programm: 3mm Stahlachse mit kürzerer Übersetzung:

Das erfordert auch neue Achslager, hier Tuninglager für Carrera 124’er. Dazu Alufelgen mit Slotkeller Moosgummi Reifen. Die Übersetzung ist hier 14 auf 50. Die Originalachse landet wie immer in der Tonne. Auch auf die Räder haben wir verzichtet. Selbst als Felgeneinsatz. 

Der Felgeneinsatz ist hier nur Ballast, da die Radläufe eh verdeckt sind. Die mitgelieferten Abdeckungen wurden fest eingeklebt. Schließlich sind die Karren nie ohne die Abdeckungen gefahren.

Auch vorne wurden Alufelgen montiert, da die Originalräder so unrund waren, dass sie den Wagen in jeder Kurve aus dem Slot gehebelt haben. Auf den Alus kommen auch Slotkeller Matten-Moosies zum Einsatz. Diese werde mit Sekundenkleber eingeschmiert und geschliffen. Dadurch sind sie gripplos aber rund. So wird das Abrollgeräusch deutlich reduziert. Der Leitkiel musste einem Whitepoint-Leitkiel weichen.

Da jeder Golf-GTI-Proll (auch GSI-Fahrer) seine Karre tiefer legt, können auch wir darauf nicht verzichten. Allerdings bringt es bei unseren Slotcars wirklich etwas (außer Wirbelsaülenschäden !). Um das zu erreichen wurde einfach der hintere Karosserieträger “tiefergelegt”. Durch einlegen von Plastikstücken zwischen Bodengruppe und Karosserieträger kam die Sache 4mm tiefer. Das entspricht immerhin 96mm am Golf oder Kadett/Astra.

Jetzt kauert der Eimer ganz schön tief auf der Bahn. Hinten tiefer als Vorne, aber mehr ging nicht. Außer dem Fahrwerkstuning musste auch die Optik aufgebessert werden. Schließlich fährt das Auge mit. Um das zu erreichen hat Hansi kurzerhand ein Paar Nieten in die Haube gepflanzt.

Diese optisch sehr schönen Details sind eigentlich recht banal. Man nehme ein Stecknadel aus Mutterns Nähkiste jage sie durch die Haube und fixiere das Ganze mit 2K-Kleber. Dann einfach den Rest abpitschen und fertig ist die Schüssel.

Und was bringt das alles jetzt?

Rundenzeiten von 5.4 Sekunden im Slotkeller. Das ist wohl aller Ehren Wert. Die Stecknadeln tragen dazu allerdings nicht bei. Schon eher die Slotkeller Moosgummi-Reifen. Die fallen auch deutlich breiter (14 mm) aus als die zuvor montierten Winterreifen.

Auch wenn es keiner glaubt, so ein Ding kann echt Spaß beim Fahren machen. Selbst mir!!

Alle technischen Details des Berichtes sind ernst, alle Kommentare mehr Spaß. Ich jedenfalls werde diesen Wagen beim nächsten Treffen mit anderen (Aliens!) Slotracern auf die Bahn bringen. Wie immer gilt natürlich, wer das Gerät mal fahren will, sollte sich bei uns melden.

 

Idee und Bau: Hansi
Bilder und Bericht: Roland. 

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